Antrag zu: Zusätzliche Stellen für Schulsozialarbeit aus dem Bildungspaket nutzen!
11. Okt 2011

Sehr geehrter Herr Scheffler,

Düsseldorf kann aus Mitteln des Bildungs- und Teilhabepakets (BuT) ab sofort für zwei Jahre bis zu 70 Schulsozialarbeitsstellen zusätzlich finanziert bekommen, ohne eigene Finanzmittel dafür aufwenden zu müssen. Vor diesem Hintergrund bittet die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung am 11.10.2011 zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen:

Die Verwaltung wird beauftragt, die Möglichkeiten des Bildungs- und Teilhabepakets (BuT) im Bereich „Schulsozialarbeit“ offensiv zu nutzen und in Absprache mit der Liga der Wohlfahrt so viele Stellen einzurichten, wie nur möglich.  Diese zusätzlichen Stellen für die Schulsozialarbeit sollen vor allem dafür genutzt werden, in den sozial besonders benachteiligten Stadtteilen (Sozialräumliche Gliederung Stufen 4 und 5)  die Bildungschancen von Kindern zu erhöhen und die Folgen wirtschaftlicher Armut und sozialer Ausgrenzung abzubauen.

Sachdarstellung:
Auf Anfrage der Grünen Ratsfraktion in der letzten Sitzung des Schulausschusses wurde deutlich, dass sich die konkreten Planungen die Stadt Düsseldorf mit der LIGA der Wohlfahrt nur auf 20 Handlungsfelder beziehen. Es scheint darüber hinaus nicht vorgesehen, dass die Stadt selbst diese Möglichkeit nutzt, was durchaus denkbar wäre, denn die Anstellung von zusätzlichen SchulsozialarbeiterInnen ist in keiner Weise nur auf die Freien Träger beschränkt.

Die Schulsozialarbeit im Rahmen des BuT wird laut Erlass des Landes NRW als Teil einer präventiven Arbeitsmarkt-, Bildungs- und Sozialpolitik gesehen. Schulsozialarbeit im Rahmen des BuT soll dazu dienen, insbesondere die Bildung und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen zu unterstützen. Die Zielbeschreibung des Erlasses -  nämlich arbeitsmarktliche und gesellschaftliche Integration durch Bildung sowie Abbau der Folgen wirtschaftlicher Armut und sozialer Exklusion -  eröffnet große Freiräume für die Aufgabenfestlegungen.

Auch die Tatsache der Befristung rechtfertigt zögerliches Handeln hier nicht. Gerade im Rahmen von Gemeinwesenarbeit können in zwei Jahren wichtige Vernetzungen und Projekte in den Sozialräumen angestoßen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Clara Deilmann       Wolfgang Scheffler