Änderungsantrag der Ratsraktionen von SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zum CDU-FDP-Antrag: „Hauptschulen auf dem Weg zur Sekundarschule“
11. Okt 2011

An den
Vorsitzenden des Schulausschusses
Ratsherrn Wolfgang Scheffler

Sehr geehrter Herr Scheffler,

die Steuerungsverantwortung zur Einrichtung von Sekundarschulen liegt beim Schulträger, der Stadt Düsseldorf. Ausgehend von den Landesvorgaben ist die Planung von Sekundarschulen als Teil einer nachhaltigen Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung in Düsseldorf zu begreifen.

Vor diesem Hintergrund stellen die Fraktionen von SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zu dem Antrag 40/94/2011 von CDU und FDP folgenden Änderungsantrag:

Die Verwaltung wird beauftragt, dem Schulausschuss  unter Berücksichtigung der bisherigen Willensbekundungen von weiterführenden Schulen in Düsseldorf eine Potentialanalyse in Frage kommender Standorte für Sekundarschulen vorzulegen.
Dabei sind die Voraussetzungen zur Schaffung inklusiver Schulen zu berücksichtigen.
Weiterhin soll die Verwaltung darlegen, welche Schritte zur Beantragung einer Sekundarschule durch den Schulträger notwendig sind (Elternbefragung zur Sicherung der Dreizügigkeit, Raumkonzept, pädagogisches Konzept usw.).

Sachdarstellung:
Die Fraktionen von SPD und GRÜNEN begrüßen den im CDU/FDP-Antrag zum Ausdruck gebrachten Schritt in Richtung längeres gemeinsames Lernen. Allerdings ist die Stadt als Schulträger federführend, den Prozess der Einrichtung von Sekundarschulen zu steuern. Dies soll auf Grundlage des Elternwillens und der Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung geschehen.

Aufgrund des nach wie vor ungedeckten Bedarfs an weiteren Gesamtschulen halten wir es für notwendig, in der Schulentwicklungsplanung auch diese Schulform weiterhin zu berücksichtigen. In der lokalen Presse wurden bereits konkrete Schulen benannt, u. a. in Flingern. Vor dem Hintergrund des durch den Qualitätszirkel initiierten Pilotprojekts zur Inklusion in Flingern sollte dieser Gesichtspunkt mit berücksichtigt werden.

Weitere Begründung mündlich.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Rudi Voller      Clara Deilmann