Antrag zum Stadtentwicklungskonzept im Schulausschuss
11. Feb 2009

Auch im Schulausschuss haben wir zum von der Verwaltung vorgelegten Entwurf des Stadtentwicklungskonzept einen Änderungsantrag gestellt: Änderungsantrag zur Sitzung des Ausschusses am 10.2. 2009
hier: Stadtentwicklungskonzept Düsseldorf 2020+  - Bildung und Qualifizierung

Sehr geehrter Herr Scheffler,

die Fraktion Bündnis90/Die Grünen bittet Sie, folgenden Änderungsantrag zu Top 3, Vorlage 61/85/2008 „Stadtentwicklungskonzept Düsseldorf 2020+ - Wachstum fördern, Zukunft gestalten“, auf die Tagesordnung der Sitzung des Ausschusses am 10.2. 2009 zu nehmen

Der Schulausschuss nimmt vom „Stadtentwicklungskonzept Düsseldorf 2020+ - Wachstum fördern, Zukunft gestalten“ Kenntnis und empfiehlt dem Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung, das Stadtentwicklungskonzept mit folgenden Ergänzungen / Änderungen zu beschließen:

1. Unter 3.2.2. – Bildung und Qualifizierung
wird ein neues Projekt „Jedes Kind wird mitgenommen“ eingefügt.

Ziele:
•    Ausgleich herkunftsbedingter Benachteilung im Bildungssystem durch gezielte Förderung
•    Abbau hoher Übergangsquoten zu Haupt- und Förderschulen
•    Verringerung der Schulabbrecherzahlen

2.     In die Projekte zum Übergang Schule/Beruf (3.2.2.1 - 3.2.2.2 – 3.2.2.3  3.2.2.4)
sind auch Haupt- und Förderschulen einzubeziehen.


3. Das Projekt 3.2.2.4 Mentorenprogramm:

soll sich nicht allein auf die Zielrichtung „Verbesserung Übergang Schule/ Hochschule/ Beruf“ und auch nicht nur auf die weiterführenden Schulen konzentrieren, vielmehr dahingehend ergänzt werden, dass alle Schulen die Möglichkeit bekommen,  über ein Netz von Paten und Seniorexperten unterschiedliche Unterstützungsmöglichkeiten für die Kinder abrufen zu können.

Außerdem soll auch der Seniorenbeirat beteiligt werden.

Die Verwaltung wird beauftragt, vor der Umsetzung der Projekte den Schulausschuss erneut zu beteiligen. 

Sachdarstellung:

Die Sozialraumanalyse zeigt, dass es in Düsseldorf Gebiete gibt, die eine unterdurchschnittliche Bildungsbeteiligung aufweisen. Ablesbar beispielsweise an einer hohen Übergangsquote zu Haupt- und Förderschulen. Hier muss und kann die Stadt gezielt gegensteuern.  Die genannten Ziele können durch konkrete kommunale Maßnahmen erreicht werden, beispielsweise: Ausbau Schulsozialarbeit, kommunal finanzierte schulische Förderkurse und mehr Sprachförderung, Projekte für Schulverweigerer u.a.
Bei den Projekten zur Verbesserung des Übergangs von der Schule in den Beruf (Lernpartnerschaften, Forum Schule- Unternehmen, Berufskoordination und Mentorenprogramm) sind jeweils nur die weiterführenden Schulen benannt. Haupt- und Förderschulen sollten genauso gestützt werden.
Dasselbe trifft auf das Mentorenprogramm zu, Patenschaften von Seniorinnen und Senioren mit Schulen/SchülerInnen sind für alle Schulformen und in vielerlei Hinsicht möglich, und davon profitieren sowohl die Kinder wie auch die älteren Menschen.
Vor der Umsetzung der Projekte soll der Fachausschuss beteiligt werden, damit die Politik unter Berücksichtigung der „Integrierten Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung“  über die konkrete Umsetzung entscheiden und beispielsweise zeitliche Prioritäten festlegen kann.

Weitere Begründung ggfls. mündlich.

Mit freundlichen Grüßen

Clara Deilmann                Wolfgang Scheffler