Anfrage zu: „Neues Übergangssystem Schule – Beruf NRW“ Stand in Düsseldorf
14. Mai 2013

Herrn
Wolfgang Scheffler
Vorsitzender des Schulausschusses

Sehr geehrter Herr Scheffler,

in Nordrhein-Westfalen wurde mit Beschluss vom 18.11.2011 die Einführung des „Neuen Übergangssystems Schule – Beruf NRW“ begonnen. In sieben Referenzkommunen wurde das neue Übergangssystem bereits Anfang 2012 auf den Weg gebracht, 2013 zogen mehr als 20 Kommunen nach. Auch von Seiten der Landeshauptstadt Düsseldorf liegt eine Interessensbekundung vor (Quelle: Übersicht der Kommunen, Stand 23.04.2013).

Vor diesem Hintergrund bittet die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung am 14.05.2013 zu nehmen, durch die Verwaltung beantworten zu lassen und dem Jugendhilfeausschuss zur Kenntnis zu geben:

1. Welche Planung / Zeitschiene liegt in Düsseldorf bezüglich der Umsetzung des Neuen Übergangssystems Schule – Beruf NRW vor?

2. Welche Vorkehrungen sind in Düsseldorf bezüglich der Einrichtung einer kommunalen Koordinierungsstelle (u. a. Bildung eines Netzwerks der Akteure: Schulen, Jobcenter, Wohlfahrtsverbände, Wirtschaft, Kammern etc. und Zusammenarbeit mit dem Land NRW und der Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbH (G.I.B)) bereits getroffen worden und an welcher Stelle in der Verwaltung wird die Koordinierungsstelle angesiedelt?

3. Welche positiven Auswirkungen erwartet die Stadt Düsseldorf durch das neue Übergangssystem Schule – Beruf NRW für die bereits bestehenden Strukturen der Studien- und Berufskoordination?

Sachdarstellung:
Das Neue Übergangssystem Schule – Beruf NRW soll als ein Gesamtkonzept in Nordrhein-Westfalen flächendeckend in allen 53 Kommunen eingeführt werden. Das Ziel ist, die bereits bestehenden Übergangssysteme in den Kommunen qualitativ zu verbessern und als Gesamtsystem für alle Schulen weiterzuentwickeln, so dass alle SchülerInnen aller Schulformen eine frühzeitige schulische Berufs- und Studienorientierung ab der 8. Jahrgangsstufe mit verbindlichen Standardelementen erhalten. Die Maßnahmen sollen zu einer konkreten Ausbildungsperspektive aller ausbildungsfähigen und -willigen Jugendlichen führen und deren gezielten Einstieg in den Beruf unterstützen.

Den Kommunen kommt eine zentrale Rolle in der Realisierung des Neuen Übergangssystems Schule – Beruf NRW zu, wobei die Vernetzung aller vor Ort tätigen Akteure die zentrale Aufgabe darstellt. Zu diesem Zweck werden in den Kommunen Koordinierungsstellen angesiedelt, welche das gemeinsame Handeln aller relevanten PartnerInnen zur Umsetzung des Neuen Übergangssystems übernimmt.

In Düsseldorf besteht mit der Studien- und Berufskoordination (StuBo) bereits ein gutes und funktionierendes System zur Berufsorientierung, deren Arbeitsorganisation und Vernetzung in das Neue Übergangssystem Schule – Beruf NRW einfließen kann; seitens der Stadt wird erwartet „dass sich das geplante neue kommunale Übergangssystem positiv auf die Studien- und Berufsorientierung der Schulen auswirken werde.“ (Niederschrift des Schulausschusses vom 12.06.2012).

Von Interesse ist es, zu erfahren, in wie weit und wo sich die Stadt Düsseldorf im Prozess zur Einrichtung des Neuen Übergangssystems Schule – Beruf NRW befindet, welche Erfahrungen eventuell gemacht werden und welche Resonanz es seitens der beteiligten Akteure (Eltern, Schulen, Lehrkräfte, Studien- und BerufskoordinatorInnen, Wohlfahrtsverbände, Jobcenter, Handwerkskammern, Wirtschaft etc.) gibt.

Mit freundlichen Grüßen

Clara Deilmann       Jens Petring      Wolfgang Scheffler

Quellen:
Kommunale Koordinierung: Übersicht der Kommunen (Stand: 23.04.2013)

Niederschrift Schulausschuss 12.06.2012, Seite 15

Antworten der Verwaltung (Frage 3)
Vorlage der Verwaltung (Frage 1 und 2)