Antrag zu: Stadtentwicklungskonzept 2025+ - Mehr Leben. Mehr Stadt. Für alle.
18. Mär 2014

An
Ratsherrn
Wolfgang Scheffler
Vorsitzender des Schulausschusses

Sehr geehrter Herr Scheffler,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgenden Antrag zur Vorlage 61/102/2013 „Stadtentwicklungskonzept 2025+ - Mehr Leben. Mehr Stadt. Für alle.“ auf die Tagesordnung der Sitzung am 18.03.2014 zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen:

Der Schulausschuss nimmt vom „Stadtentwicklungskonzept 2025+ - Mehr Leben. Mehr Stadt. Für alle.“ Kenntnis und empfiehlt das Stadtentwicklungskonzept mit folgenden Ergänzungen zu beschließen sowie anschließend dem Rat zur Beschlussfassung vorzulegen:

TEIL E. FACHBEZOGENE LEITLINIEN, ZIELE UND PROJEKTE

6. SOZIALE INFRASTRUKTUR, SPORT UND BEWEGUNG

Das Stadtentwicklungskonzept STEK2025+ wird unter 6.5 Ziel 3 "Berücksichtigung der Belange von Kindern, Jugendlichen und Eltern mit Migrationshintergrund bei Angeboten der Schulen und Jugendhilfe um folgende Punkte geändert und ergänzt (S. 207):

Ziel 3: Berücksichtigung der Belange von Kindern, Jugendlichen und Eltern mit Migrationshintergrund bei Angeboten der Schulen und Jugendhilfe

Projekt 2 Umsetzung des „Neuen Übergangssystem Schule – Beruf NRW“
Das „Neuen Übergangssystem Schule – Beruf NRW“ soll insbesondere mit Blick auf die Belange und Bedarfe von Jugendlichen mit Migrationshintergrund umgesetzt werden.

Ziel 4: neu:  Schaffung eines diskriminierungsfreien Klimas in Schulen

Projekt 1 Förderung und Verbreitung der Programme „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ von AktionCourage e. V. und „Schule gegen Homophobie“ von SchLAu NRW.
Kindern und Jugendlichen in Schulen wird in diesen Projekten die Möglichkeit gegeben, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten, indem sie sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden.

Ziel 5: neu: Schulsozialarbeit sichern

Projekt 1 Unbefristete Fortsetzung der Schulsozialarbeit – Perspektiven für die Schulsozialarbeit in Düsseldorf auch nach 2015

Sachdarstellung

Umsetzung des „Neuen Übergangssystem Schule – Beruf NRW“
Der kommunale Sozialbericht legt dar, dass die Bevölkerungsgruppe mit Migrationshintergrund in Düsseldorf sehr jung ist und die Zahl der hier lebenden Migranten stetig ansteigt. Diese junge, motivierte Personengruppe darf nicht aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden. Schüler*innen mit Migrationshintergrund schneiden im Durchschnitt in der Schule schlechter ab als deutsche Schüler*innen. Das führt dazu, dass Jugendliche mit Migrationshintergrund auch später größere Schwierigkeiten haben, einen Ausbildungsplatz zu bekommen.

Diese Fehlentwicklung ist durch geeignete Integrations- und Bildungsmaßnahmen zu beseitigen und Menschen mit Migrationshintergrund gezielt zu fördern, auch im Hinblick auf den späteren Ausbildungs- und Arbeitsmarkt und den drohenden Fachkräftemangel.

Schaffung eines diskriminierungsfreien Klimas in Schulen.
Hinsichtlich einer zunehmend multikulturellen und vielfältigen Gesellschaft ist es wichtig, dass Kinder und Jugendliche frühzeitig für soziale Ungerechtigkeit sensibilisiert werden und in einer Umgebung aufwachsen, in denen sie vorurteilsfrei einen eigenen Lebensentwurf leben dürfen. Mit  sollen lernen sich gegen jegliche Form von Diskriminierung und Rassismus einzusetzen. Denn Xenophobie hat in einer modernen und weltoffenen Stadt wie Düsseldorf nichts verloren!

Schulsozialarbeit sichern – auch nach 2015
Mit dem Ansatz früher und zielgerichteter Hilfen unterstützt Schulsozialarbeit vor allem Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen Haushalten bei einem besseren Zugang zu Bildung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Die Befristung der derzeitigen Finanzierung bis Ende 2015 stellt ein großes Problem dar. Die geschaffenen Strukturen dürfen nicht wegfallen, Schulen, Schüler*innen und Sozialarbeiter*innen brauchen klare Perspektiven.
Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Scheffler     Clara Deilmann