Haushaltsantrag mit SPD, FDP zu: Erhöhung des Ansatzes für die Durchführung von Elternbefragungen zur Mitwirkung bei der Fortschreibung „Integrierten Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung“
19. Nov 2014

Herrn
Wolfgang Scheffler
Vorsitzender des Schulausschusses

Sehr geehrter Herr Scheffler,

die Fraktionen von SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung am 19. November 2014 zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen:

Der im Haushaltsplanentwurf vorgesehene Ansatz im Produkt 21 24 201, Konto 5431 0000 (Seite 621) wird um 5.000.- Euro für z. B. Telefon, Porto, Kosten für die Auswertung, Büro- und Informationsmaterial erhöht.

Der Rat der Stadt Düsseldorf beauftragt die Verwaltung, die für die Mitwirkung bei der Fortschreibung der „Integrierten Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung“ der Stadt Düsseldorf notwendigen Befragungen der Eltern von Kindern in den unterschiedlichen Schulformen und Kindertagesstätten zu konzipieren und später durchzuführen.

Ziel der Elternbefragungen ist die systematische Erfassung des Elternwillens und eine gesicherte Analyse darüber, welche Handlungsfelder sich in Zukunft in der Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung abzeichnen werden. Die Fragebögen sollen in mehreren Sprachen entwickelt werden.

Dem Schulausschuss werden die Elternbefragungen vor Durchführung zur Einsicht bzw. gegebenenfalls zur Anpassung vorgelegt.

Sachdarstellung
Die Bildungslandschaft innerhalb und außerhalb von Schulen unterlag in den letzten Jahren einem starken Wandel und wird dies in den nächsten Jahren weiterhin tun. Die Präferenzen haben sich verschoben, Anforderungen haben sich gewandelt – Herausforderungen wie die Inklusion oder der Ganztag sind zu meistern.

Damit ein passgenaues Angebot an Bildungseinrichtungen aufrechterhalten bzw. geschaffen werden kann, muss der Schulträger wissen, welche Angebote Eltern sich wünschen und welche nicht. So besteht in Düsseldorf zum Beispiel eine hohe Nachfrage an Ganztagsplätzen, sowohl im Primar- als auch im Sekundarbereich, die derzeitige Versorgungsquote von 62 % befriedigt die Nachfrage nicht.

Die Bedarfe werden bisher nur im Nachhinein durch die Anmeldezahlen ersichtlich - zu spät, um auf wachsende Bedürfnisse bzw. Verschiebungen zu reagieren. Auch können mit einer Befragung die Erwartungen nicht nur bezüglich der Quantität sondern auch der Qualitätsansprüche im Ganztagsbetrieb in Erfahrung gebracht werden.

Um in der Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung rechtzeitig die unterschiedliches Aspekte zu beachten und nicht an den Bedürfnissen vorbeizuplanen, sollten in regelmäßigen Abständen Elternbefragungen zu unterschiedlichen Themenfeldern stattfinden. Damit Eltern sich sachgerecht entscheiden können, bedarf es einer umfassenden Aufklärung über die zur Wahl stehenden Möglichkeiten und eine Einbindung der Bildungseinrichtungen und anderer beteiligten Akteure.

Mit freundlichen Grüßen

Claudia Bednarski              Clara Deilmann         Mirko Rohloff