Kö-Bogen Pflaster als Farce - GRÜNE: Ohne Gesamtkonzept keine Auswahl möglich
11. Jan 2012

Noch im Januar sollen die zuständigen Gremien die Pflasterung, Bänke und Leuchten für den Kö-Bogen auswählen. Die Ratsgrünen kritisieren im Vorfeld der Kleinen Kommission Kö-Bogen, die sich mit dem Thema am kommenden Freitag beschäftigen wird, das bisherige Verfahren scharf.Astrid Wiesendorf, planungspolitische Sprecherin der Fraktion, erklärt dazu heute (Mittwoch):

"Einen Stresstest für das Pflaster halten auch wir für sehr sinnvoll. Allerdings halte ich die Auswahl, die dort liegt, für pure Show."

Fachleute hätten bereits drei Steine als untauglich bezeichnet, weil sie vom Material her ungeeignet oder schlicht nicht zu bekommen seien. Die verbleibenden Varianten seien so ähnlich, dass keine echte Wahl gegeben sei. 

Die GRÜNEN bemängeln dazu die fehlende Transparenz des Verfahrens. "Schön, dass die Bürgerinnen und Bürger online oder per Postkarte ihre Meinung sagen können. Aber was macht die Stadt damit? Wie werden die Anregungen der DüsseldorferInnen berücksichtigt?", fragt Wiesendorf. Grundsätzlich mache es keinen Sinn eine Steinsorte und die Ausstattung auszuwählen, ohne dass ein schlüssiges Gesamtkonzept mit Detailansichten vorliegt: "Wie sollen die Steine auf den geschwungenen Plätzen und Wegen verlegt werden? Wie sollen die Übergänge zu den angrenzenden Bereichen, zum Beispiel zur Kö, gestaltet werden? Wo sollen Bänke, Fahrradbügel und Leuchten stehen?" 

Die GRÜNE Planungsexpertin wird dies in der Sitzung der Kommission am Freitag bei CDU, FDP und Stadtspitze einfordern. "Wir werden uns jetzt nicht an einer inszenierten Auswahl zwischen verschiedenen Grautönen beteiligen, sondern ein umfassendes Konzept fordern", so Wiesendorf abschließend. 

Für Rückfragen steht zur Verfügung:

Miriam Koch, Fraktionsgeschäftsführerin