GRÜNE fordern Charta gegen Homophobie im Sport
16. Mai 2011

Am 17.05.2011 jährt sich zum siebten Mal der Internationale Tag gegen Homophobie. Sein Datum erinnert an die Streichung der Homosexualität aus dem Diagnoseschlüssel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahr 1990.

Hierzu erklärt Norbert Czerwinski, Fraktionssprecher der GRÜNEN Ratsfraktion heute (16.05.2011): "Homophobie durchzieht immer noch weite Teile unserer Gesellschaft. Sport kann dabei helfen durch gemeinsame Leistung - oder ehrgeizigen Wettstreit – Respekt und Achtung gegenüber anderen Menschen aufzubauen. Der Kampf gegen Homophobie im Sport wählt damit eine Arena, in der seit jeher Gemeinschaft und Miteinander unabhängig von Herkunft und Erscheinung gelebt wird."

In rund 70 Ländern sei Homosexualität immer noch strafbar und werde vereinzelt mit der Todesstrafe belegt. Schwule, Lesben und Transgender seien heute zwar in vielen westlichen Ländern rechtlich gleichgestellt, hätten aber immer noch mit gesellschaftlicher Diskriminierung zu kämpfen.

Auch im Sport, wo Fairness, Gleichheit und Respekt grundlegende Werte darstellen würden, sei Homophobie derzeitig leider noch ein ernstzunehmendes Problem. Czerwinski: "Frankreich und Großbritannien haben mit einem Aktionsplan bzw. einer Charta gegen Homophobie bereits reagiert. Auf kommunaler Ebene kann die Stadt Düsseldorf mit einer solchen Charta Vorbildfunktion übernehmen, um gegen Homophobie in der Gesellschaft vorzugehen." Seine Fraktion werde einen entsprechenden Antrag im Sportausschuss einbringen. "Bei diesem Thema ist breiter gesellschaftlicher Konsens nötig. Wir hoffen daher, dass die anderen Fraktionen unserem Vorschlag folgen werden", so Czerwinski abschließend.

Anlage: GRÜNER Antrag