Antrag zu: Ausstellung „Gegen die Regeln – Lesben und Schwule im Sport“
10. Jun 2010

An
Herrn
Oberbürgermeister
Dirk Elbers

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Ratssitzung am 10. Juni 2010 zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen:

Der Rat der Stadt Düsseldorf beauftragt die Verwaltung, die Ausstellung „Gegen die Regeln – Lesben und Schwule im Sport“ nach Düsseldorf zu holen und im Rathaus zu präsentieren.

Sachdarstellung:
Sie holen olympische Medaillen, sind die Besten ihrer Disziplin, Legenden des Sports - und homosexuell. Schwule und Lesben als Leistungssportler und Leistungssportlerinnen - das kann problemlos funktionieren wie die Ausstellung „Gegen die Regeln – Lesben und Schwule im Sport“ zeigt. Sie wurde vom nordrhein-westfälischen Ministerium für Jugend, Familie und Gesundheit konzipiert und ist eine kleine, aber informative Schau, die auf 37 Bannern allerdings auch das Problem der Homophobie im Sport schildert.

Es werden Diskriminierungen von Sportlerinnen und Sportlern beschrieben, die beim Betrachten der Jahreszahlen noch ziemlich nah wirken. So überlegten 1995 deutsche Fußball-Nationalspielerinnen, an den schwul-lesbischen Euro Games teilzunehmen. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) drohte ihnen mit Rauswurf, wenn sie dies tun würden.

Am 04.05.2010 eröffnete Klaus Wowereit  die Ausstellung in Berlin im Roten Rathaus. Hier wurde der Ort bewusst gewählt, um möglichst viele Menschen auf das gesellschaftliche Problem der Homophobie aufmerksam zu machen.

Da in diesem Jahr die Gay Games, ein seit 30 Jahren an die Olympischen Spiele angelehntes Sportturnier, vom 31. Juli bis 7. August in Köln stattfinden, wäre eine zeitliche Nähe zu dieser Veranstaltung wünschenswert, aber nicht zwingend notwendig. Sinnvoll erscheint uns allerdings, die Ausstellung mit Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit dem Stadtsportbund und den Düsseldorfer Lesben- und Schwulengruppen zu begleiten.

Mit freundlichen Grüßen

Norbert Czerwinski    Angela Hebeler    Jörk Cardeneo