Antrag zu: Überarbeitung des LKW-Routen-Konzept in Hinblick auf den Lärmschutz
14. Jun 2012

An
Ratsfrau
Iris Bellstedt
Vorsitzende des Ausschusses für Umweltschutz

Sehr geehrte Frau Bellstedt,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung am 14.06.2012 zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen:

Der Umweltausschuss bittet die Verwaltung im Rahmen der Überarbeitung des Verkehrsentwicklungskonzeptes um eine Weiterentwicklung des LKW-Routen-Konzepts im Hinblick auf den Lärmschutz.

Sachdarstellung:
Als Teil der Metropolregion Rhein-Ruhr und als Wirtschaftsstandort ist Düsseldorf massiv von den negativen Auswirkungen der zunehmenden Mobilität betroffen. Dies führt unter anderem zu vielfachen Beschwerden über die damit verbundene Lärmbelastung.

Lärm macht krank: bei Menschen, die durch Lärmbelästigung unter Schlafstörungen leiden, steigt das Risiko für Allergien, Herzkreislauferkrankungen, Bluthochdruck und Migräne erheblich.

Deshalb soll das existierende LKW-Routen-Konzept im Hinblick auf den Lärmschutz weiterentwickelt werden. Einflussfaktoren sollten zum Beispiel die Anzahl der betroffenen Düsseldorferinnen und Düsseldorfer auf dem jeweiligen Straßenabschnitt sowie die Höhe der Belastung, die auf den LKW-Verkehr zurückzuführen ist, sein.

Laut Lärmaktionsplan sind tagsüber 66.688 (> 65 db(a)) und nachts sogar 69.438 (> 55 db (a) Düsseldorferinnen und Düsseldorfer hohen bis sehr hohen Lärmbelastungen ausgesetzt.

Für das Rheinland wird bis zum Jahr 2025 mit einer Steigerung der Güterverkehrsleistung auf der Straße von über 90 % gerechnet, vor allem bedingt durch den wachsenden Transitverkehr (vgl. „Verkehrsentwicklung Rheinland 2025“ der „IHK-Initiative Rheinland“).

Es ist also absehbar, dass die Belastungen weiter zunehmen werden und es dringend notwendig ist, das LKW-Routen-Konzept entsprechend anzupassen. Auch ist es sinnvoll, dieses Konzept zu einem stadtweiten Logistik-Konzept weiter zu entwickeln.

Mit freundlichen Grüßen

Christoph Gormanns                Martin Lemke