200.000 Euro für neue Abfahrt am Heerdter Dreieck - GRÜNE: viel Geld für eine angeblich provisorische Straße
25. Okt 2012

Deutliche Kritik üben die linksrheinischen GRÜNEN an der kurzfristig angekündigten Behelfsabfahrt von der Brüsseler Straße auf die Düsseldorfer Straße. "Plötzlich sind 200.000 Euro für eine neue Straße da, während an anderen Stellen kleinste Maßnahmen angeblich nicht finanzierbar sind. Für einen Zebrastreifen zur Schulwegsicherung an der Krefelder Straße oder den lang versprochenen gesicherten Fußgängerweg am Kaiser Friedrich Ring sind beispielsweise jeweils keine 10.000 Euro da", empört sich Markus Loh, Sprecher der GRÜNEN in der Bezirksvertretung.

Die Behelfsabfahrt war bislang nicht Teil des Verkehrskonzeptes Heerdt. "Das ist ein weiteres Element in der insgesamt schlechten Planung und Kommunikation zum Umbau des Heerdter Dreiecks. Warum wurde die Planung einer Behelfsabfahrt nicht offen diskutiert? Warum wurden keine alternativen Führungen erarbeitet, die eventuell kürzer und günstiger wären und ohne die Fällung von mind. 6 stattlichen Bäumen auskämen?"

Loh bezweifelt, dass die neue Verbindung bald wieder verschwindet und eine Verkehrentlastung bringen wird: "Bis zur Fertigstellung des Anschlusses am Heerdter Lohweg werden noch Jahre vergehen. Mit Blick auf die aktuelle und zukünftige Haushaltslage ist zu befürchten, dass die jetzt gebaute Verbindung zur Dauerlösung wird und bei dieser Führung sicherlich auch zum neuen Unfallschwerpunkt".

Die linksrheinischen GRÜNEN laden zu einer Informationsveranstaltung zur Interimsstraße ein:

am Samstag, 27.10.12, 11:00 im kleinen Park an der Columbusstraße