Antrag mit SPD, FDP zu: Kreisverkehre
18. Mär 2015

Sehr geehrter Herr Volkenrath,
im Namen der Ratsfraktionen von SPD, BÜNDNIS 90 / DlE GRÜNEN und FDP bitten wir Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung des Ordnungs- und Verkehrsausschusses am 18. März 2015 zu nehmen und abstimmen zu lassen:

Der Ordnungs- und Verkehrsausschuss beauftragt die Verwaltung, bei allen turnusmäßigen Erneuerungen von Lichtzeichenanlagen (LZA) sowie beim Straßenneubau den Bau einspuriger Kreisverkehre (Minikreisverkehre und kleine Kreisverkehre) als Alternative zu prüfen und dem OVA zur Beschlussfassung vorzulegen.

Sachdarstellung:
Viele deutsche Großstädte - Hamburg und Köln sind nur zwei Beispiele - setzen in den letzten Jahren wieder verstärkt auf Kreisverkehre als Alternative zu Ampeln. Ein Grund dafür ist, dass Kreisverkehre die Verkehrssicherheit erhöhen und den Verkehrsfluss besser regeln.
Darüber hinaus ist die Aufmerksamkeit beim Befahren eines Kreisverkehres höher als bei einer Ampel, wo sich die Verkehrsteilnehmer*innen häufig nur auf die Lichtzeichenanlage konzentrieren. Die im Vergleich einfachen Verkehrsregeln und die in der Regel geringere Geschwindigkeit (20-30 km/h) tragen ihr Übriges dazu bei, dass in Kreisverkehren weniger Unfällen stattfinden, die wegen der niedrigeren Geschwindigkeiten zusätzlich auch weniger schwerwiegend sind. Außerdem ermöglichen Kreisverkehre einen kontinuierlichen Verkehrsfluss ohne stop and go.

Ein weiterer Grund sind die Kosten. Während bei Lichtzeichenanlagen hohe Betriebskosten und turnusmäßige Erneuerungen anfallen, sind Kreisverkehre nach einer einmalig höheren lnvestition auf lange Sicht die preisgünstigere Option. Die Sicherheitsbelange von Fußgängern, insbesondere von Schulkindern, sind bei der Prüfung besonders zu berücksichtigen.
Weitere Begründung erfolgt mündlich.

Mit freundlichen Grüßen

Matthias Herz             Norbert Czerwinski            Manfred Neuenhaus