Anfrage zu: Entlastung durch die Entlastungsstraße Derendorf?
13. Jun 2012

An Ratsherrn
Martin Volkenrath
Vorsitzender des Ordnungs- und Verkehrsausschusses

Sehr geehrter Herr Volkenrath,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung des Ordnungs- und Verkehrsausschusses am 13. Juni 2012 zu nehmen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen:

1. Welche Entlastungswirkung hat die Verwaltung durch die Entlastungsstraße Derendorf zwischen Wehrhahn und Münsterstraße für welche umliegenden Straßen erwartet und welche Entlastung erwartet sie durch die Norderweiterung bis zur Heinrich-Ehrhardt-Straße?

2. Wie bewertet die Verwaltung die Wirkung der Entlastungsstraße seit der Freigabe für den Verkehr und der Verbesserung der Beschilderung?

3. Welche baulichen oder verkehrlichen Maßnahmen sind aufgrund der erwarteten Entlastungen für die jeweiligen Straßen vorgesehen und sind diese aufgrund der Zuwendungen nach dem Gemeindefinanzierungsgesetz verpflichtend?

Sachdarstellung
Im April 2012 hat der Rat der Landeshauptstadt die Norderweiterung der so genannten Entlastungsstraße Derendorf, deren fertig gestellter Teil seit einigen Monaten für den Verkehr frei gegeben ist, beschlossen. Für den ersten Abschnitt zwischen Wehrhahn und Münsterstraße waren 2006 entlastende Wirkungen für die Brehmstraße (12 %), die Kettwiger Straße (20 %) und die Prinz-Georg-Straße (12 %) angegeben worden (laut Vorlage 66/ 8/2006).

Laut Sachdarstellung des Ausführungs- und Finanzierungsbeschlusses ist bei der Norderweiterung hingegen die Erschließung des neuen FH-Campus zentral, eine entlastende Wirkung wird nicht erwähnt. Entsprechend den alten Entwürfen sei allerdings eine Verbesserungen der entlastenden Wirkung der gesamten Trasse durch die Norderweiterung zu erwarten: jeweils drei Prozentpunkten in der Brehmstraße und der Prinz-Georg-Straße (von 12 auf 15 %).

Der bislang fertig gestellte Abschnitt der Entlastungsstraße wird offensichtlich noch nicht umfassend angenommen. Gleichzeitig erwarten die AnwohnerInnen der zu entlastenden Straßen, dass sie die erwarteten Effekte auch spüren können. Dazu gehört neben der grundsätzlichen Reduzierung des Verkehrsaufkommens auch der Um- bzw. Rückbau der Straßen. Insbesondere durch die Vergrößerung der Seitenräume kann die Aufenthaltsqualität deutlich verbessert werden.

Mit freundlichen Grüßen

Norbert Czerwinski            Dietmar Wolf            Stephan Soll