Radverkehrsplan 2020 - GRÜNE: Ramsauer hat Recht, Düsseldorf muss mehr fürs Rad tun
06. Sep 2012

Mit dem "Nationalen Radverkehrsplan 2020" hat sich jetzt auch die schwarz-gelbe Bundesregierung offiziell zur Förderung des Radverkehrs verpflichtet. Eine besondere Rolle kommt hierbei den Kommunen zu. Dazu  erklärte der verkehrspolitische Sprecher Norbert Czerwinski heute (Donnerstag): "Mit seinen Empfehlungen gibt Minister Ramsauer den Kommunen eine klare Orientierung. 13 bis 18 Euro pro Einwohner sollen jährlich für den Radverkehr aufgewendet werden. Das bedeutet für Düsseldorf einen jährlichen  Rad-Etat von 7 bis 11 Millionen Euro. Im Haushalt 2012 allerdings war nicht einmal ein Zehntel dieser Summe für Radwegebau eingestellt." Czerwinski kündigte an, dass seine Fraktion im Verkehrsausschuss nachfragen wird, welche Mittel für den Radverkehr insgesamt in Düsseldorf zur Verfügung stehen. "Sicher ist, dass wir weit unter dem von Minister Ramsauer empfohlenen Betrag liegen. Wir brauchen in Düsseldorf einen Fahrplan zur kontinuierlichen Erhöhung der Mittel", forderte der Fraktionschef der Ratsgrünen.

Zur Wahrheit gehöre aber auch, dass der Bund seiner Verantwortung für die Förderung  überregionaler Radschnellwege nachkommen muss: "Der Bundesverkehrswegeplan darf nicht länger nur Autobahnen, Schienentrassen und Kanäle umfassen", erklärte Czerwinski abschließend.