Antrag zu: Mehr Sicherheit durch Zusatzspiegel an Ampeln
15. Mai 2013

An Ratsherrn
Martin Volkenrath
Vorsitzender des Ordnungs- und Verkehrsausschusses

Sehr geehrter Herr Volkenrath,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung des Ordnungs- und Verkehrsausschusses am 15. Mai 2013 zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen:

Der Ordnungs- und Verkehrsausschuss beauftragt die Verwaltung, den Einsatz von kleinen Weitwinkelspiegeln (Markennahme z. B. „Black-Spot-Mirror“), die unterhalb des Grünlichtes am Ampelmast angebracht werden, in Düsseldorf zu prüfen. Dazu sollen Kreuzungen identifiziert werden, an denen die Spiegel ein besonders großes Potenzial zur Verbesserung der Sicherheit von RadfahrerInnen bieten.

Unter Berücksichtigung der in anderen deutschen Städten sowie in den Niederlanden gesammelten Erfahrungen sollen sie an ausgewählten Stellen installiert und in ihrer Wirkung evaluiert werden.

Sachdarstellung
Für die Sicherheit von RadfahrerInnen an Ampeln ist entscheidend, dass sie von den PKW -und LKW-FahrerInnen gesehen werden. Dazu muss in erster Linie die bauliche Anlage der Kreuzungsbereiche stimmen: RadfahrerInnen fahren und stehen besser auf markierten Aufstellflächen auf der Fahrbahn als im Seitenraum hinter parkenden Autos, Containern oder Schildern. Ergänzend kann aber der so genannte „Black-Spot-Mirror“ (www.blackspotmirror.nl) für eine bessere Sichtbarkeit sorgen.

Die kleinen zusätzlichen Weitwinkelspiegel, die direkt unterhalb des Grünlichtes am Ampelmast angebracht werden, sind in den Niederlanden bereits seit Jahren im Einsatz und werden auch in ersten Deutschen Städten getestet. Die Kosten sind mit etwa 750 Euro je Spiegel vergleichsweise gering.

Für eine Verbesserung der Verkehrssicherheit wäre es auch in Düsseldorf lohnend, mögliche Einsatzorte für den Zusatzspiegel zu identifizieren. An ausgewählten Kreuzungen könnte die Wirkung getestet werden, so dass im Anschluss ggf. weitere Kreuzungen ausgestattet werden. Die Spiegel sollten allerdings nur als zusätzliche Maßnahme, nicht als Ersatz für eine verkehrssichere bauliche Gestaltung verstanden werden. Kreuzungsbereiche, die für RadfahrerInnen aufgrund der Radverkehrsführung unsicher und unkomfortabel sind, können damit nicht geheilt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Norbert Czerwinski        Dietmar Wolf        Stephan Soll