Anfrage zu: Kapazitätserweiterung und Lärmschutzprogramm des Flughafens Düsseldorf
05. Sep 2013

An
Ratsfrau
Iris Bellstedt
Vorsitzende des Ausschusses für Umweltschutz

Sehr geehrte Frau Bellstedt,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung am 05.09.2013 zu nehmen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen:

1. Welche Auswirkungen würde die geplante Kapazitätserweiterung auf die Lärmsituation am Flughafen Düsseldorf haben, insbesondere auf die Grenzen der Lärmschutzzonen, die Höhe der Dauerschallpegel innerhalb dieser Grenzen und die Anzahl der Betroffenen?

2. Welche zusätzlichen Auswirkungen würde die geplante Vorfelderweiterung auf die AnwohnerInnen haben?

3. Welche Lärmschutzleistungen erbringt der Flughafen Düsseldorf bei notwendigen Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden innerhalb der Schutzzonen, bei denen bereits in der Vergangenheit Schallschutzmaßnahmen unterstützt worden sind?

Sachdarstellung:
Der Flughafen Düsseldorf bereitet ein erneutes Planfeststellungsverfahren sowie eine neue Betriebsgenehmigung mit dem Ziel der Kapazitätsausweitung vor. Neben einer flexibleren Steuerung der Mitbenutzung der Nordbahn wird insbesondere die Ausweitung der Flugbewegungen (Slots) im Doppelbahnbetrieb von 45 auf 60 pro Stunde geplant, eine Steigerung um 33%. Diese Zunahme an Starts und Landungen wird erhebliche Auswirkungen auf die Lärmbelastung der BürgerInnen haben.

Im Rahmen der vergangenen und der aktuellen Betriebsgenehmigung unterstützt der Flughafen Düsseldorf bauliche Lärmschutzmaßnahmen an Wohngebäuden innerhalb der unterschiedlichen Schutzzonen. Diese Ansprüche greifen größtenteils bei Gebäuden, die bis 1974 erbaut wurden. Diese müssen nun vielfach aufgrund ihres Alters saniert und modernisiert werden.

Hier stellt sich die Frage, ob der Flughafen die erhöhten Schallschutzaufwendungen im Rahmen der Sanierung unterstützt, auch wenn an den betroffenen Objekten bereits in der Vergangenheit bauliche Maßnahmen finanziert wurden.

Mit freundlichen Grüßen

Renate Böhm    Martin Lemke

Antworten der Verwaltung