1,5 Mio. Euro für den Radverkehr: mehr als 70 Mio. Euro für die Straße - GRÜNE: Verkehrswende auch im Haushalt nötig
15. Okt 2013

Im Verwaltungsentwurf zum Haushalt 2014 werden die Mittel für Unterhaltung und Neubau der Radwege auf 1,5 Mio. Euro verdoppelt. „So richtig und wichtig dieser Schritt ist, dass sind immer noch nur zwei Prozent des Geldes, das in Düsseldorf für Straßenbau ausgegeben wird“, stellt Norbert Czerwinski, Sprecher der GRÜNE Ratsfraktion, klar.

Für den Straßenneubau stehen im Haushalt 2014 mehr als 62 Mio. Euro und für den Unterhalt etwa zehn Mio. Euro. „Der Anteil des Radverkehrs in Düsseldorf ist auf über 12 Prozent gestiegen, im Haushalt sind es immer noch nur zwei Prozent. Die jetzt verkündeten 1,5 Mio. Euro sind ein richtiger Schritt, aber nicht mehr.“

Entsprechend den Empfehlungen des Bundesverkehrsministeriums im Nationalen Radverkehrsplan müsste Düsseldorf etwa acht Millionen Euro pro Jahr für die Radverkehrsförderung ausgeben und würde damit auch im Haushalt einen Anteil von etwa 12 Prozent erreichen.

„Aber es geht auch darum, wie das Geld ausgeben wird“, so Czerwinski. „Stadtspitze und Schwarz-Gelb halten an ihrer Autovorrangpolitik fest und drängen den Radverkehr immer noch in Nebenstraßen und auf die Gehwege. Ergebnis davon ist auch, dass die geplanten Radschnellwege am Stadtrand verlaufen und das Hauptroutennetz in der Innenstadt riesige Lücken haben wird.“

Die GRÜNEN fordern eine aktive Radverkehrsförderung. „Bislang nutzen immer mehr DüsseldorferInnen trotz der städtischen Verkehrspolitik das Rad. Wir wollen ermöglichen, dass mehr Menschen wegen der städtischen Maßnahmen aufs Rad steigen“, so Czerwinski abschließend.