Anfrage zu: Rheinbahn-Ticket als (Elektro-)Autoschlüssel
27. Aug 2014

An Ratsherrn
Martin Volkenrath
Vorsitzender des Ordnungs- und Verkehrsausschusses


Sehr geehrter Herr Volkenrath,

Die Verbindung von ÖPNV und CarSharing macht Sinn. Sie ermöglicht flexible, kostengüns-tige und umweltschonende Mobilität. Viele Rheinbahn-Abokund*innen sind auch CarSharing-Nutzer*innen und umgekehrt. Nicht zuletzt deshalb hatte die Rheinbahn mit dem Ticket „Mo-bil in Düsseldorf“ ein gemeinsames Angebot von ÖPNV, Leihrädern und dem free-floating System Car-2-go entwickelt. Aufgrund des hohen Preises und des für Abonennt*innen not-wendigen Wechsels muss dieses Angebot inzwischen als Flop bezeichnet werden. Auch das nachträglich entwickelte Car-2-go Sparpaket für Abonennt*innen kein gelungenes Beispiel für eine flexible Verbindung von ÖPNV und CarSharing. Es bietet ausschließlich Zugang zu den Zweisitzern „Smart“ und hat mit 15 Euro im Monat für 90 Minuten relativ hohe monatli-che Zusatzkosten.

Die elektronischen Tickets der Rheinbahn Abonennt*innen bieten wesentlich flexiblere und bessere Möglichkeiten, die in anderen Kommunen von den Verkehrsunternehmen bereits genutzt werden. So ermöglichen die BOGESTRA und die EVAG nach der Freischaltung des Abo-Tickets die Nutzung mehrere klassischer CarSharing Anbieter, u.a. im Rahmen des Pro-jekts Ruhrauto-E – vergleichbar mit dem Düsseldorfer E-Carflex.

Vor diesem Hintergrund bittet die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung des Ordnungs- und Verkehrsausschusses am 27. August 2014 zu nehmen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen:

1. Welche Möglichkeiten bestehen aktuell für Rheinbahn-Abonnent*innen, ihr Ticket als Zugang zu den (Elektro-)Autos der in Düsseldorf vorhandenen CarSharing-Anbieter zu nutzen?

2. Wie werden diese Möglichkeiten gegenüber den Abonennt*innen sowie Neukund*innen beworben?

3. Aus welchen Gründen ist die Rheinbahn bislang nicht Partner im Projekt E-Carflex?

Mit freundlichen Grüßen


Sandra Patalla        Norbert Czerwinski        Dietmar Wolf

 

Antwort der Verwaltung