Radschnellweg Ratingen-Kaiserswerth - GRÜNE: kein (Schnell)Weg in die Innenstadt?
12. Jun 2013

„Radschnellwege sollen gerade für Pendler*innen eine Alternative zum PKW bieten. Dann eine Trasse von Ratingen nach Kaiserswerth und nicht in Richtung Innenstadt vorzuschlagen, ist völlig unverständlich“, kommentiert Norbert Czerwinski, Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion das Verwaltungskonzept, das im nächsten Verkehrsausschuss vorgestellt wird. „Wie viele der täglich mehr als 10.000 Einpendler*innen aus Ratingen werden über einen Schnellweg nach Kaiserswerth fahren, um von da aus am Rhein entlang zu ihren Arbeitsplätzen zu kommen? Das wäre ein Umweg von satten acht Kilometern!“

„Schnellwege können nicht bis vor die Tür jedes Bürokomplexes gehen, aber sie müssen in Richtung Innenstadt führen. Routen entlang des Stadtrandes sind vielleicht touristisch attraktiv, bieten aber sicher keine Alternative für Pendler*innen“, so Czerwinski. Die GRÜNEN begrüßen, dass die Verkehrsverwaltung das Thema zum Anlass nimmt, ein gegliedertes Netz zu entwickeln mit Schnellwegen, Hauptnetz und den bekannten Radwegen. „Der neue Ansatz ist ein systemischer Fortschritt. Aber die Schnell- und Hauptrouten müssen auch zu den wichtigen Zielen führen. Dass die Pläne der Verwaltung nicht in die City führen sondern in Kaiserswerth enden, zeigt, dass der Radverkehr im Verkehrssystem immer noch dem Auto untergeordnet wird“, kritisiert Czerwinski.

OVA Informationsvorlage: Sachstandsbericht Radschnellwege

OVA Informationsvorlage: Konzepte für Radschnellwege