Antrag zu: Charta gegen Homophobie im Sport für Düsseldorf
29. Jun 2011

An
Monika Lehmhaus
Vorsitzende des Sportausschusses

Sehr geehrte Frau Lehmhaus,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung am 29. Juni 2011 zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen:

Der Sportausschuss bittet die Verwaltung, das Gespräch mit dem Stadtsportbund zu suchen mit dem Ziel, eine Charta gegen Homophobie im Sport für Düsseldorf zu erarbeiten. Das Ergebnis soll dem Sportausschuss vorgestellt werden.

Sachdarstellung
Am 14. März 2011 verabschiedete die Regierung Großbritanniens zusammen mit bedeutenden Sportvereinigungen wie The Football Association, England & Wales Cricket Board, Lawn Tennis Association u. A. die Charter For Action Against Homophobia And Transphobia In Sport. Die Charta hat das Ziel jeden Menschen an Sport teilhaben zu lassen, da Sport das Empfinden für Fairness, Gleichheit, Respekt und für Achtung gegenüber anderen Menschen stärkt. Die UnterzeichnerInnen der Charta haben sich das Ziel gesetzt, diese Werte auch an homosexuelle, bisexuelle und transgender Mitglieder der Gesellschaft zu vermitteln und gegen Homophobie und Transphobie im Sport vorzugehen. 

Bereits Ende Mai 2010 stellte das französische Sportministerium einen Aktionsplan gegen Homophobie im Sport vor. Dieser Plan umfasst u. a. ein Dokument, mit dem bei allen SportlehrerInnen das Bewusstsein für den Kampf gegen Homophobie geschärft werden soll, eine Studie über die Realität der Homophobie im Sport sowie die Förderung eines anonymen Sorgentelefons.

Doch eine Initiative gegen Homophobie muss nicht notwendiger Weise von nationaler Ebene ausgehen.  Eine Charta muss auf lokaler Ebene mit Leben gefüllt werden. Auf kommunaler Ebene kann die Sportstadt Düsseldorf mit einer solchen Charta Vorbildfunktion übernehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Günter Karen-Jungen    Jörk Cardeneo       Wolfgang Scheffler