Haushaltsantrag zu: Neue Leistung „Umweltmanagement in städtischen Sportanlagen“
20. Nov 2013

An Ratsfrau
Monika Lehmhaus
Vorsitzende des Sportausschusses

Sehr geehrte Frau Lehmhaus,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgenden Änderungsantrag auf die Tagesordnung der Sitzung am 20. November 2013 zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen:

Im Haushaltsplan 2014 wird zum Produktbereich 042 – Sportförderung, Produkt 042 424 000 – Amtsinterne Querschnittsaufgaben Amt 52 die folgende zusätzliche Leistung aufgenommen:

07 „Umweltmanagement in städtischen Sportanlagen“

Sachdarstellung:
Der Bau von Sportanlagen ist üblicherweise mit erheblichen Emissionen von Treibhausgasen, Luftschadstoffen und Ressourcen- bzw. Flächenverbrauch verbunden. Je größer, aufwändiger und teurer gebaut wird, umso höher sind in der Regel die Umweltbelastungen. Deshalb müsste zu Beginn jeder Planung eine kritische Bedarfsprüfung erfolgen.

Bei großen Sportstätten machen sich Umweltmanagementsysteme bezahlt. Sie analysieren und steuern viele unterschiedliche ökologische Bereiche – von Wasser, Energie und Abfall über die Weiterbildung der MitarbeiterInnen bis hin zur Kommunikation mit der Öffentlichkeit. Umweltmanagementsysteme sind weit mehr als die Summe vieler Einzelmaßnahmen, weil sie dem Umweltschutz Systematik und Struktur verleihen.

Umweltmanagementsysteme setzen voraus, dass Zuständigkeiten, Abläufe und Vorgaben genau festgelegt werden. So wird sichergestellt, dass ökologische Belange nicht nur kurzfristig eine Rolle spielen, sondern langfristig und kontinuierlich verbessert werden. Sie erleichtern die Suche nach Potenzialen zur Kostensenkung und die Entwicklung eines umfassenden Maßnahmenprogramms.

Neben den gesetzlichen Anforderungen beim Bau bzw. bei einer Erweiterung oder Sanierung einer Sportstätte sollten folgende Aspekte in Betracht gezogen wären:

• Welche Baustoffe werden eingesetzt? – z. B. Nachwachsende Baustoffe, Recyclingbaustoffe, schadstoffarme Baustoffe

• Wie wird eine gute Anbindung an den ÖPNV erreicht; ist die Sportstätte gut zu Fuß oder mit dem Rad zu erreichen?

• Energieverbrauch und Energieerzeugung: Photovoltaikanlage für den Eigenverbrauch, intelligente Beleuchtung, Gebäudeleittechnik, Substitution von Trinkwasser für z.B. die Rasenbewässerung

• Wie kann verhindert werden, dass unnötig viel Fläche versiegelt wird?

• Aktiver und passiver Lärmschutz

• Teilnahme an Ökoprofit / Programme der Stadt

Weitere Begründungen gegebenenfalls mündlich.

Mit freundlichen Grüßen

Jörk Cardeneo         Günter Karen-Jungen    Wolfgang Scheffler