GRÜNE: Schadowstraße braucht Fußgängerzone
13. Jul 2010

Baustellen nicht das einzige Problem

Die neueste Zählung zeigt einmal mehr die schlechte Passantenfrequenz auf der Schadowstraße. Der City-Ring bringt die aktuellen Zahlen mit den Baustellen in Verbindung, 2007 wurde der Passantenschwund der Schadowstraße noch der Aufwertung des Rheinufers zugeordnet. Die GRÜNE Ratsfrau Clara Deilmann warnt allerdings vor einfachen Erklärungsansätzen: „Ein Blick in die veröffentlichten Zählergebnisse der vergangenen Jahre zeigt, dass bundesweit alle Straßen Passanten verlieren. Der Einzelhandelskuchen wird nicht größer, sondern die Akteure arbeiten daran, dass er anders verteilt wird.“ Ein verändertes Kaufverhalten und Einkaufscenter machten es gerade für die Anbieter auf der Schadowstraße schwer.

Deilmann benennt drei Punkte, die künftig die Attraktivität der Straße gefährden würden:
- Die neue U-Bahn-Haltestelle der Schadowstraße wird die Passantenströme deutlich verändern.
- Neue Einzelhandelsflächen im Kö-Bogen ziehen zusätzlich Kaufkraft ab.
- Die Geschäftsauslagen auf der Schadowstraße werden von den Stadtbahnfahrgästen nicht mehr gesehen. Ein wichtiger Aspekt für den Einzelhandel, wie die Rheinbahn in der Auseinandersetzung um die Straßenbahn in der Neusser Innenstadt aufgezeigt hat.

Die GRÜNE Ratsfrau fordert die Verwaltung auf, ihre Verantwortung für eine Neugestaltung der Schadowstraße wahrzunehmen. „Leerstände an dieser Stelle gefährden die Attraktivität der Stadt insgesamt. Eine Fußgängerzone würde die Aufenthaltsqualität in der Schadowstraße immens erhöhen; Geldausgeben muss schließlich auch Spaß machen“, so Clara Deilmann abschließend.

Düsseldorfer Ergebnis der Passantenzählungen in den bis zu 170 wichtigsten deutschen Einkaufsstraßen von Jones Lang LaSalle/Kempers Immobilien veröffentlicht in der Düsseldorfer Lokalpresse (soweit verfügbar)