Regional-Haltepunkt Benrath
05. Jul 2013

In der Juni-Sitzung des städtischen Ordnungs- und Verkehrsausschusses wurde von der Verwaltung ein Sachstandsbericht zu aktuellen Schienenverkehrsprojekten im Raum Düsseldorf vorgelegt. Darunter befand sich auch der Rhein-Ruhr-Express (RRX), der mit mehreren Linien den Düsseldorfer Süden im 15-Minuten-Takt durchqueren und die bisherigen Regionalexpress-Linien (RE) ersetzen soll. Dies erfordert zwei zusätzliche Gleise zwischen Duisburg und Benrath/Reisholz.
Die bisherigen Pläne der Deutschen Bahn (DB) AG sehen den Streckenausbau nur bis Reisholz vor, mit der bekannten Folge, dass Benrath als Haltepunkt des Regionalverkehrs wegfallen würde. In dem Bericht heißt es weiter, dass eine 2012 auf Initiative der Stadt vom Land bei der DB AG in Auftrag gegebene Studie die bauliche und betriebliche Machbarkeit einer Verlängerung des 6-gleisigen Ausbaus der RRX-Trasse bis südlich des Bahnhofs Benrath nachweist. Hierdurch ließen sich für den DB-Fernverkehr, der auf dieser Nord-Süd-Strecke die Regionalgleise mitbenutzt, Reisezeitgewinne von acht Minuten pro Zug erreichen. Gleichzeitig könnte Benrath als "RRX-Systemhalt" für die derzeit 5000-6000 Ein- und Aussteiger täglich gesichert werden.

Laut des Berichts ist die DB AG beauftragt, die Auswirkungen eines RRX-Halts in Benrath auf die "Standardisierte Bewertung" (Kosten-/Nutzen-Rechnung) für das RRX-Projekt zu untersuchen. Der Bericht endet mit der Aussage "Mit der Stadt Köln und der Arbeitsgruppe Verkehr der Initiative Metropolregion Rheinland ist verabredet, gemeinsam beim Bund, Land und der DB AG die Einrichtung von RRX-Systemhalten in Köln-Mülheim und Düsseldorf-Benrath einzufordern."

Sozusagen als "Abfallprodukt" würde der Streckenausbau bis südlich des Benrather Bahnhofs bauliche Verbesserungen der Unterführung Paulmühlenstr. sowie des bisher nicht barrierefreien östlichen Bahnhofszugangs ermöglichen.  

 

Ernst Welski
Sprecher der Bündnis 90/Die Grünen-Fraktion in der BV 9       

Kolumne in "Der Rundblick", Ausgabe Juli