Wir im Süden - Kolumne von Ernst Welski für die nächste Ausgabe des "Rundblick"
07. Mär 2014

www.az-magazin.de/az_rb.php

Unter den zahlreichen Tagesordnungspunkten der Februar-Sitzung der Bezirksvertretung 9 befanden sich auch mehrere Werstener und Holthausener Anliegen, die zum Teil schon in der Vergangenheit auf großes Bürgerinteresse stießen.
Beschlossen wurde unter anderem die Bauvoranfrage Burscheider Str. 20a, wo auf dem Grundstück der katholischen Kirchengemeinde eine Wohnanlage mit 25 barrierefreien Wohnungen entstehen soll. Das dafür abzureißende Pfarrhaus soll südlich der Kirche St. Maria Rosenkranz neu errichtet werden. 
Die Bauvoranfrage Einsteinstraße 20-38 wurde ebenfalls beschlossen, allerdings ohne Zustimmung von Bündnis 90/Die Grünen. Auf dem früher zum Elbroichpark gehörenden Grundstück besteht Baurecht für eingeschossige Bauten, geplant sind jetzt zweigeschossige Reihenhäuser. Dies hielten wir im Übergang zum dahinter liegenden Parkgelände für zu massiv. Hinzu kommt noch die Überschreitung der Baugrenzen, dem zahlreiche, laut Vorlage nicht schützenswerte Bäume zum Opfer fallen.
Zum Grundstück Hügelstraße 70-76, das seinerzeit unter der Überschrift “Eigentumsgärten” parzelliert wurde, hatten wir als Grüne um einen Sachstandsbericht gebeten, nachdem laut Presseberichten mehrere Parzelleninhaber Klage gegen die seitens der Verwaltung verhängten Räumungsbescheide zum Abriss dort errichteter Aufbauten wie Wohnwagen, Gartenhäuser und Einfriedungen erhoben hatten. Die Verfügungen wurden während der Verhandlung von der Verwaltung aus formellen Gründen zurückgezogen. Unter anderem fragten wir, welcher planungs-/bau- und ggf. vereinsrechtlicher Maßnahmen es bedarf, um dem Bundeskleingartengesetz in Bezug auf das äußere Erscheinungsbild des Gesamtgrundstücks bzw. verschiedener Aufbauten sowie die Art der Nutzung Rechnung zu tragen. Da hierzu noch keine Antwort gegeben werden konnte, hoffen wir, dass diese zur nächsten Sitzung kompromissstiftend vorliegt.
Zustimmung fand unser Antrag, den Ordnungs- und Verkehrsausschuss zu bitten, die Verwaltung zu beauftragen, eine Machbarkeitsstudie für einen Hochbahnsteig an der Haltestelle “Holthausen” zwecks barrierefreien Zugangs für Mobilitätsbehinderte zu den Linien U74 und U77 zu erstellen. Wir berufen uns hierbei ausdrücklich auf die Haltestelle “Vennhauser Allee” in Eller, für die nach politischem Auftrag inzwischen eine Planung vorgelegt wurde.   

 

Ernst Welski,
Magazin Rundblick"