Hassels-Nord ist gescheiterte Wohnungspolitik
11. Jun 2010

GRÜNE: Vernachlässigung von Wohnraum darf sich nicht rechnen

Die problematische Wohnungssituation in Hassels-Nord hat den zuständigen Ratsausschuss erreicht. Am kommenden Montag (14. Juni 2010) tagt der Ausschuss für Wohnungswesen und Modernisierung (AWM) in den Räumlichkeiten der Diakonie in Hassels-Nord, um sich vor Ort zu informieren.

Die meisten Wohnungen werden dort von der wvb Centuria GmbH vermietet, die sie unter der Überschrift ‚Wohnpark Fürstenberg’ vermarktet. Zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner klagen über schlecht renovierte Wohnungen und Heizungsausfälle. „Die Wohnanlage ist ruhig und grün, aber es gibt große Probleme mit der Vermieterin.“, fasst Ratsfrau Antonia Frey die Ergebnisse des Stadtrundgangs der grünen Ratsfraktion zusammen.

Hassels-Nord ist für die grüne Ratsfrau ein Beispiel für gescheiterte Wohnungspolitik: „Immer weniger bezahlbare Wohnungen und die Hartz IV-Regelungen zu den Kosten der Unterkunft haben skandalöse Rahmenbedingungen geschaffen. Wohnungsunternehmen können so mit geringem Unterhaltungsaufwand viel Geld mit der Armut verdienen“, so die Ratsfrau weiter.

Die Grünen forderten seit Jahren mehr öffentlich geförderte Wohnungen. Gut 40 % der Haushalte in Düsseldorf könnten darauf einen Anspruch geltend machen.

Frey forderte darüber hinaus auch mehr Unterstützung für Mieterinnen und Mieter, um sich gegen unzumutbare Wohnungszustände zu wehren. „Hier sind die ARGE und die Stadt in der Verantwortung. Wir dürfen es in Düsseldorf nicht zulassen, dass mit der Vernachlässigung von Wohnungen richtig Geld verdient wird“, so Antonia Frey abschließend.