Parkraum im Düsseldorfer Norden - GRÜNE: Ernsthafte Maßnahmen statt Fantasieschilder ohne Folgen
26. Jul 2013

„Was ist ein Quartiersparkplatz und wann droht der auf dem Schild darunter gezeigte Abschleppwagen?“, fragt sich Norbert Czerwinski, Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion, heute (26.07.2013).

Die Verwaltung hatte angekündigt, Touristen mit Schildern "Quartiersparkplatz für Anlieger", die keine verkehrsrechtliche Bedeutung haben, in einem Pilotversuch in Stockum abschrecken zu wollen. „Wenn es mittlerweile sogar spezialisierte Dienstleister gibt, die gegen Bezahlung die Touristen-PKW in Wohngebieten abstellen, helfen doch keine Fantasieschilder ohne Konsequenzen.“

Czerwinski fordert mehr Mut und eine konsequente Parkraumbewirtschaftung. „Gerade durch Anwohnerparkzonen könnte die Stadt den öffentlichen Parkraum effektiv managen. Das ist mit Parkscheinregelungen auch auf Einkaufsstraßen möglich. Aber anstelle von wirksamen Maßnahmen greifen Verwaltung sowie CDU und FDP lieber zu Placebos, um die Anwohner*innen zu beruhigen.“

Aus Sicht der GRÜNEN fehlt Düsseldorf insgesamt eine durchdachte Parkraumpolitik. „Nicht erst das leere Parkhaus am Barbarossaplatz zeigt, dass die simple Losung "mehr Parkplätze" die Probleme in der Stadt nicht lösen kann. Wir brauchen für die Quartiere schlüssige Parkkonzepte – inklusive Begrenzungen und Kontrollen“, so Czerwinski abschließend.