Wohnen auf dem Rheinbahn-Areal - GRÜNE: Oberkassel gewinnt in letzter Sekunde
01. Apr 2011

Der Oberbürgermeister hat den Verkauf des Geländes der Rheinbahn-Hauptverwaltung gestoppt. In der nächsten Zeit wird geprüft, wer das Gebiet künftig entwickeln wird.

Hierzu erklärt die planungspolitische Sprecherin Astrid Wiesendorf heute (01.04.2011): "Dies ist eine gute Nachricht für Oberkassel. Wir freuen uns, dass der Oberbürgermeister zu seinem Wort steht. Wir erwarten, dass er auch weiter daran festhält, in Düsseldorf in allen Marktsegmenten Wohnungsbau schaffen zu wollen. Vielfalt steht Oberkassel gut."

Schwimmbad und Bürgerbüro könnten gut in die Neuplanungen integriert werden, wenn das Konzept und der Preis stimme. Beim angekündigten Runden Tisch gehöre auch die Berücksichtigung der Frischluftschneise und der dortigen Grünverbindung auf die Tagesordnung, so die Planungspolitikerin weiter.

Verärgeeagierte die GRÜNE Ratsfrau darauf, dass die jetzigen Perspektiven für Oberkassel viel teurer würden als notwendig. "Hier ist eigentlich ein richtiger Bock geschossen worden", vermutet die Oberkasslerin. Zuerst sei in einem langjährigen Planungsverfahren ein sehr großzügiges und wertvolles Baurecht auf dem Areal der Rheinbahn-Hauptverwaltung geschaffen worden. Dies sei am 6. Mai 2010 im Rat beschlossen worden.

Im Vorfeld hieß es, die Rheinbahn plane dort einen Neubau. Am 13. September 2010 habe dann die Rheinbahn AG ihre Umzugspläne der Öffentlichkeit präsentiert. In der Beantwortung einer GRÜNEN Ratsanfrage habe die Verwaltung geltend gemacht, davon erst mit der Presseberichterstattung am 14. September 2010 erfahren zu haben.

"Es ist schwer nachvollziehbar, dass die Rheinbahn als 100 %-Tochter der Stadt so wenig mit ihrer Eigentümerin spricht. Wenn dies doch so ist, dann ist es noch unglaublicher. Die Zeche für dieses Kommunikationsgebaren kostet die Stadt jetzt leider Millionen. Wohnungsbau, Bürgerbüro und Baderneuerung sind und waren auch im Jahr 2009 für Oberkassel keine unbekannten Themen. Dies hätte die Verwaltung bedenken können, bevor sie das Rheinbahn-Grundstück mit einer baurechtlichen Vergoldung bedacht hat", so Wiesendorf abschließend.