Ergänzungsantrag mit SPD, FDP zu: Bebauungsplan Nr. 04/005 (B7 Brüsseler Straße, AS Heerdter Lohweg)
19. Mär 2015

 

An
Ratsherrn Philip Tacer
Vorsitzender des Ausschusses für Umweltschutz

Sehr geehrter Herr Tacer,

wir bitten Sie, diesen Ergänzungsantrag in der Sitzung des Ausschusses für Umweltschutz am 19. März 2015 auf die Tagesordnung zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen.
Der Ausschuss für Umweltschutz bittet die Verwaltung, bei der konkreten Planung o.a. Baumaßnahmen sowie im Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss Folgendes zu prüfen und im weiteren Verfahren darzustellen:

- Die über eine Länge von 400 m zu errichtende Lärmschutzwand soll vorder- und rückseitig mit einer fachgerechten
  Wandbepflanzung versehen werden. Für die nach Norden gewandte Seite (fahrbahnseitig) ist eine funktionale,
  immergrüne Bepflanzung denkbar, die südliche, der Fahrbahn abgewandte Seite der Lärmschutzwand sollte eine
  extensive, individuelle Bepflanzung inklusive blühende Stauden bzw. Gehölze erfahren.

- Wieseneinsaaten südexponierter Böschungen sollen durch die Aussaat von standortgerechten Blühpflanzen- /
  Wildwiesensaatgut ergänzt werden, und weitere Flächen im Plangebiet sollen auf Eignung für Blühstreifen untersucht
  und entsprechend ausgewiesen werden.

Sachdarstellung:
Die im vorliegenden Bebauungsplan dargelegten Maßnahmen verursachen Eingriffe in Natur und Landschaft, die innerhalb seines Geltungsbereiches nicht in dem Maße ausgeglichen werden können, wie es eigentlich gesetzlich vorgeschrieben ist. Zusätzlich zu den geplanten Kompensationsmaßnahmen sollen die oben angeführten Maßnahmen die Eingriffstiefe abmildern.

Ergänzend zu den im Landschaftspflegerischen Begleitplan vorgesehen Bepflanzungen und Aussaaten soll das Ausbringen von Blühwiesensaatgut zur einer Erhöhung der Artenvielfalt beitragen und damit das im Bebauungsplan beschriebene Defizit in der Eingriff- und Ausgleichsbilanzierung noch weiter verringern. Das nachträgliche Abmagern von Böden - wie es bei der Umwandlung bestehender Grünstreifen in Blühstreifen erforderlich wird, entfällt hier bei entsprechend vorausschauender Planung der Bodenbearbeitung.

Mit der Durchführung des Bebauungsplanes nimmt der Anteil an versiegelter Fläche zu. Dies wird stadt- und kleinklimatische Auswirkungen haben, die durch die Begrünung von Lärmschutzwänden teilweise abgeschwächt werden können. Darüber hinaus erhöhen sich mit der Bepflanzung nicht nur deren schallabsorbierenden Eigenschaften, eine bepflanzte Lärmschutzwand wirkt sich wegen der Absorption von Schadstoffen und Feinstaub durch die Pflanzen direkt auf die Luftqualität in der näheren Umgebung aus. Die optische Verschönerung durch die blühenden Pflanzen ist ebenfalls ein durchaus erwünschter Effekt für die Anwohner.

Mit freundlichen Grüßen

Ursula Holtmann-Schnieder           Iris Bellstedt           Cord Schulz


Antrag wurde beschlossen