Verkauf des Gerresheimer Glashütten-Geländes - GRÜNE: Stadt muss die eigenen Flächen nutzen
25. Jan 2012

Zum Verkauf eines Teiles des Glashütten-Geländes an das Immobilienunternehmen Patrizia erklärt Astrid Wiesendorf, planungspolitische Sprecherin der GRÜNEN Ratsfraktion heute (25.01.2012): „Gut, dass wieder Bewegung in diese wichtige Entwicklung kommt. Jetzt muss die Stadt für eine gelungene Umsetzung sorgen und sollte nicht vorschnell ihre Teile des Geländes verkaufen. Über städtebauliche Verträge oder indem wir einen Teil des Gebietes behalten, haben wir viele Möglichkeiten aktiv und langfristig die Entwicklung zum Wohle der BewohnerInnen mit zu gestalten. Mit einem Verkauf, würden wir diese Gestaltungsmöglichkeiten größtenteils aufgeben“.

Der Rahmen des 2008 durchgeführten Werkstattverfahrens bietet aus Sicht der GRÜNEN große Chancen. „Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass wir unsere planerischen Ziele auf dem Glashütten-Gelände auch langfristig umsetzen. Wir müssen neuen Wohnformen Platz geben, z. B. generationsübergreifendem Wohnen und Wohnprojekten. Wir müssen Wohnraum für unterschiedliche Bedürfnisse und Möglichkeiten schaffen: geförderte Wohnungen, frei finanzierte Mietwohnungen und Eigentum. Und wir sollten Gebäude und Plätze mit vorbildlichen ökologischen Standards planen“, sagt Wiesendorf.

Die Stadt habe als Eigentümerin von einem Drittel des Gebietes und über das städtebauliche Planungsrecht die nötigen Instrumente. „CDU, FDP und die Stadtspitze sollten diese Mittel jetzt im Sinne der DüsseldorferInnen einsetzen und nicht allein den Wünschen des Investors folgen“, fordert Wiesendorf abschließend.