Kevin Löpke

Kevin Löpke

Praktikant in der Ratsfraktion vom
14.10.2013 bis zum 31.01.2014



Erfahrungsbericht bei den GRÜNEN in Düsseldorf

 

Mein persönlicher Einstieg

Der B.A. Sowi schreibt praktische Berufserfahrung im Laufe des Studiums vor und zufälligerweise war im Sommer 2013 die Stelle in Düsseldorf ausgeschrieben. Ohne Vorkenntnisse und voller Hoffnung bewarb ich mich als hochmotivierter Praktikant, denn die ausgeschriebene Stelle setzte meine politischen Interessen und ein mögliches Berufsziel in den Mittelpunkt. Nach meiner absolvierten Zeit vom 14.10.2013 bis zum 31.01.2014 durfte ich endlich „Praktikum in der Geschäftsstelle der Düsseldorfer Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN “ in meinen Lebenslauf schreiben.


Praktikumsalltag

Das Praktikum bei den GRÜNEN sollte mir Einblicke in die Stadtpoliik und in die Arbeit der Referent*innen bringen. Das beinhaltete, dass ich Informationen über die aktuellen Strategien der GRÜNEN Kommunalpolitik bekam und die Referent*innen bei ihrer Arbeit aktiv unterstützen durfte.

Begonnen hat das jeden Morgen mit dem Pressespiegel – bedeutet: Zeitungen lesen: das, was junge Leute nicht mehr machen. Trotzdem war dies keine Teufelsarbeit, da  Zeitung lesen sogar sehr informativ sein kann (hört, hört); neben den für die GRÜNE Politik interessanten Artikeln war ich durch die Arbeit auch bei anderen aktuellen Themen bestens informiert. War das erledigt, wartete entweder eine Recherchearbeit auf mich oder sonstige Kleinigkeiten, die erledigt werden mussten (Ausschussmaterial oder Pressemitteilungen vorbereiten, Post verarbeiten oder andere organisatorische Maßnahmen).

Einblicke in die politischen Prozesse erlangte ich einerseits durch die montäglichen Fraktionsversammlungen der GRÜNEN - eine Art Strategiesitzung (es gab intensive Diskussion über die weiteren Schritte zur Erreichung der gesetzten Ziele). Andererseits durch die Teilnahme an den parteiübergreifenden Gremien, wie Ausschuss- und Ratssitzungen, wodurch ich ein neues Verständnis über die Düsseldorfer Kommunalpolitik gewinnen konnte.


Meine Highlights

Neben meinen alltäglichen Aufgaben gab es persönlich für mich einige Ereignisse, die ich gerne als meine persönlichen Höhepunkte bezeichnen würde: Zum einen durfte ich, mit der Unterstützung der Referentin Pegah Edalatian, an der Organisation für einen eigenen runden Tisch am "Dialog-Tag" mitwirken. Hier hatte ich mehrere Freiheiten, die meine Kreativität forderten.

Hinzu kam, dass während meiner Zeit in der Geschäftsstelle die Haushaltsdebatte in der Stadt Düsseldorf war. Das war nicht uninteressant, da ich zeitgleich ein Seminar über die bundespolitische Haushaltspolitik hatte und diese theoretischen Aspekte mit den tatsächlichen Abläufen vergleichen konnte – auch wenn diese nur kommunalpolitisch waren.

Besonders interessant war aber die Kandidatur von Miriam Koch für das Amt als Oberbürgermeisterin kurz vor dem Ende meines Praktikums. Mit der Kandidatur war neben den Kandidaten von CDU und SPD auch eine GRÜNE Politikerin dabei, das sorgte für zusätzliche mediale Aufmerksamkeit. In dieser Phase konnte ich an der Vorbereitung einer Pressekonferenz teilnehmen und diese mit verfolgen.


Fazit: Meine Zeit mit den Düsseldorfer GRÜNEN

Wenn ich an meine Zeit in der Geschäftsstelle zurückdenke, werde ich wohl nie den familiären Umgang der Referent*innen und Ratsleuten mir gegenüber vergessen. Diese Erfahrung durfte ich direkt am ersten Tag machen, da mir sofort das Duzen unter den GRÜNEN nahegelegt wurde. Zunächst fiel mir diese persönliche und direkte Art nicht leicht, jedoch änderte sich das schnell und erleichterte es mir so, offen auf die Mitarbeiter zuzugehen.

Auch dass ich mir die Zeit mit einem anderen Praktikanten – Benjamin Rütze – teilen durfte, kann ich positiv resümieren (wir waren beide Teilzeit-Praktikanten und stellten die ersten dieser Art in der Geschäftsstelle dar). So hatte ich einen "Leidensgenossen" und wir konnten uns bei unseren Aufgaben gegenseitig unterstützen und ergänzen.

Zusammenfassend war das Praktikum für mich eine positive und wertvolle Erfahrung und wird mir bei meiner beruflichen Zukunft weiterhelfen. Die GRÜNE Politik ist mir durch die Berufserfahrung noch wichtiger geworden.

Auch hatte ich stets das Gefühl, sinnvolle Aufgaben zu erledigen und vom gesamten Team mitgenommen zu werden. Bei Fragen konnte ich jederzeit eine Ansprechperson finden, die mir sofort geholfen hat. Darüber hinaus habe ich in meinen dreieinhalb Monaten viele motivierte Menschen kennengelernt, die sich gesellschaftlich engagieren wollen. Das ist auch naheliegend, wenn man „in die Politik geht“. Ich hoffe auf einen erfolgreichen Wahlkampf und dass man sich bei Gelegenheit wieder begegnet.