Kein Zwangsumzug für Flüchtlingsfamilien in Eller - GRÜNE: Tragfähiges Konzept zur Flüchtlingsunterbringung notwendig
09. Jan 2014

Die Ratsgrünen begrüßen, dass die Flüchtlingsfamilien aus dem Hasseler Richtweg in Eller doch nicht in die Sammelunterkunft Lacombletstraße in Düsseltal umziehen müssen. Laut Pressemeldungen sollte eigentlich am 09.01.2014 der Umzug der ersten betroffenen Familien beginnen.

„Die Idee der Stadt, die Familien aus ihren derzeitigen Wohnungen herauszunehmen, ist bei uns auf großes Unverständnis gestoßen“, unterstreicht die GRÜNE Ratsfrau Angela Hebeler. „Die Kinder gehen im Stadtteil zur Schule, haben sich eingelebt und soziale Kontakte geknüpft. Flüchtlinge haben in ihrem Leben schon so viel Strapazen und Instabilität überstehen müssen, dass dieser Wechsel der Unterbringung eine zusätzliche und dazu noch überflüssige große Belastung bedeutet hätte.“

Um so mehr freuen sich die GRÜNEN, dass die Flüchtlingsinitiative STAY!, das Straßenmagazin fiftyfifty und das Sozialamt zu einer Lösung gefunden haben. „Wir hoffen einerseits, dass die Familien nun dauerhaft in ihren Wohnungen in Eller verbleiben können und andererseits, dass die Stadt Düsseldorf dieses Beispiel zum Anlass nimmt, schnellstmöglich ein tragfähiges Konzept zur Flüchtlingsunterbringung zu erarbeiten. Dieses Problem wird in Zukunft aufgrund der zu erwartenden steigenden Zahlen an Flüchtlingen weiter zunehmen, die Bereitstellung von ausreichenden und angemessenen Unterkünften muss selbstverständlich sein“, schließt Hebeler.