GRÜNE OB-Kandidatin über Situation in der Pflege beunruhigt
07. Mär 2014

Die höchsten Kosten zusammen mit einem der schlechtesten Notenspiegeln Deutschlands: das war der Tenor über den Zustand der Pflege in NRW. Und das trotz durchweg guter Gesamtnoten im sogenannten "Pflege-TÜV". Zu diesem Schluss kommt die Presse und beruft sich dabei auf den Ersatzkassenverband.  

"Der Pflege-TÜV ist als Leitfaden für die Qualität im Pflegebereich einfach ungeeignet. Wer in der Gesamtnote wichtige Kriterien der medizinischen Grundversorgung gleichberechtigt behandelt mit Bewertungen für das Design von Speisekarten, hilft Betroffenen nicht weiter. Hier werden Nebelbomben gezündet, anstatt die benötigte Transparenz zu schaffen", kommentiert Miriam Koch die aktuelle Lage.  

Besonders beunruhigt Miriam Koch die Untätigkeit der Verwaltung in Düsseldorf. "Statt Alternativen zum "Pflege-TÜV" zu prüfen und die Einrichtungen im Bereich Qualitätsmanagement zu beraten, hält die zuständige Heimaufsicht an den vorgegeben Regelprüfungen fest, obwohl sie durchaus gesetzlichen Spielraum hätte."  

Bereits im Dezember 2013 hat sich die GRÜNE Ratsfraktion mit den Verantwortlichen des Projekts EQisA getroffen, um sich über die Chancen des Projekts zu informieren. EQisA (Ergebnisqualität in der stationären Altenhilfe) ist ein Projekt des Caritas-Verbandes Köln, das mit Hilfe des Instituts für Pflegewissenschaft Bielefeld die Bewertung der Pflege neu strukturiert, Kriterien im Gegensatz zum "Pflege-TÜV" gewichtet und so den Weg bereitet für eine realistischere Benotung.  

"Wir haben die Verwaltung gefragt, was sie über das Projekt weiß, ob sie mit den teilnehmenden Düsseldorfer Einrichtungen über die Erkenntnisse und Erfahrungen mit EQisA spricht. Wir bekamen als Antwort lediglich zurück, dass das Projekt der Heimaufsicht nicht bekannt sei, also auch nichts bewertet werden könne. Das ist einer Landeshauptstadt nicht würdig", so Miriam Koch abschließend.

 

miriam-koch-2014.de