GRÜNE OB-Kandidatin Koch zum Tag der Arbeit - 10 Millionen Euro für ein kommunales Arbeitsmarktprogramm
30. Apr 2014

"In meinen Gesprächen der letzten Wochen mit dem Jobcenter, den Wohlfahrtsverbänden und der Unternehmerschaft wurde zum Thema Arbeitsmarkt immer wieder deutlich, dass Düsseldorf eine falsche Richtung einschlägt – sowohl in Bezug auf den drohenden Fachkräftemangel als auch bei den langjährigen Bezieher*innen von Arbeitslosengeld oder aufstockenden Leistungen", so Miriam Koch, GRÜNE OB-Kandidatin heute (Mittwoch).

„Anstatt beide Themen zusammen zu denken, setzt Düsseldorf auf Arbeitskräfte aus dem Umland. Der Einpendleranteil ist hier nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau. Dies bringt nicht nur tagtäglich die Probleme von überfüllten Straßen und Bahnen, sondern bedeutet für die SGB II beziehenden Bürger*innen Düsseldorfs zusätzliche Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt“, erläutert Koch.

„Es gab in den letzten Jahren drastische Sparmaßnahmen des Bundes bei der Beschäftigungsförderung. Die Auswirkungen waren absehbar und Düsseldorf hätte – wie andere Kommunen auch – schon rechtzeitig gegensteuern können“, kritisiert die OB-Kandidatin, die auf die im Vergleich zu anderen Großstädten niedrige Integrationsquote für Langzeitarbeitslose in Düsseldorf hinweist.

„Als Oberbürgermeisterin werde ich vorschlagen, ein eigenes Düsseldorfer Arbeitsmarktprogramm aufzulegen und dafür 10 Millionen Euro einzusetzen. Ich möchte individualisierte Lösungen und eine langfristige Qualifizierung. Ich will dafür sorgen, dass die Menschen, die Hilfe auf dem Weg in Arbeit oder in bessere Arbeit brauchen, diese auch bekommen. Wenn uns das gelingt, ist langfristig davon auszugehen, dass aus Leistungsbezieher*innen Steuerzahler*innen werden.“