GRÜNE OB-Kandidatin Miriam Koch: „Eintritt frei! für alle Museen & ‚Lange Nacht der Theater‘“
04. Mai 2014

Mit über 23.000 Besucher*innen in rund 40 Kultureinrichtungen hat die 14. Nacht der Museen wieder eine ganz besondere Atmosphäre in die Stadt gebracht. Die GRÜNE OB-Kandidatin Miriam Koch macht heute (04.05.2014) zwei Vorschläge zur Weiterentwicklung der Düsseldorfer Kulturszene.

Koch fordert zunächst, die Eintrittsgelder für die Museen komplett abzuschaffen: „Ich möchte nicht nur eine kostenlose Schnupperstunde wie beispielsweise im Stadtmuseum oder Filmmuseum, ich will zudem mit den Eintrittsgeldern eine unbestrittene Hürde für den Museumsbesuch abschaffen, wie das bereits in vielen europäischen Großstädten der Fall ist. Erfahrungen in diesen Städten zeigten, dass sehr viel mehr von jenen Menschen ins Museum kommen, die bislang nicht kamen. Die soziale Mischung wird bunter, der Besuch eines Museum selbstverständlicher. Die Einnahmeverluste für die meisten Häuser wären nicht besonders groß. Oft werden nur fünf bis zehn Prozent des Gesamtetats aus Eintrittsgeldern bestritten, in manchen Häusern sind es noch weniger. Wenn wir bereit sind, unseren Museen diese fünf bis zehn Prozent mehr zu geben, werden mehr Menschen die vielfältigen Angebote nutzen.“

Darüber hinaus schlägt Koch vor, mit einer „Langen Nacht der Theater“ jeweils nach der Sommerpause, Düsseldorf als Theaterstadt zu präsentieren. „Wie z. B. in Hamburg oder Hannover können hier die städtischen, die privaten und die Häuser der freien Szene gemeinsam ihre Bühnen und Spielstätten präsentieren. In meinen Gesprächen mit dem Schauspielhaus und dem FFT fand dieser Vorschlag großen Anklang. Wir haben in Düsseldorf das Potenzial, solch eine Nacht eigenständig – ohne Agentur wie bei der Museumsnacht - zu organisieren“, so Koch weiter.

Neben dieser Veranstaltung hält Koch einen „Theatergipfel“ für dringend nötig. „Wir haben eine vielfältige Theaterlandschaft in der Stadt. Die Zukunft unseres Schauspielhauses, aber auch die Förderung der freien Szene, die sich in den letzten Jahren zunehmend professionalisiert hat, sollten mit allen Beteiligten besprochen werden. Das Schreiben zweier privater Häuser, die einen Betriebskostenzuschuss beantragt haben, wurde vom Kulturdezernenten in der Presse bereits abschlägig beantwortet. Hier macht es sich Herr Lohe meines Erachtens zu einfach. Ein „Theatergipfel“ holt die unterschiedlichen Interessenslagen an einen Tisch, führt zu Austausch über Förder- und Raumkonzepte und kann die Häuser untereinander nur befruchten.“