GRÜNE OB-Kandidatin Koch fordert mehr Unterstützung für schwangere Frauen und junge Familien
06. Mai 2014

Durch den gestrigen internationalen Tag der Hebammen wurde nochmals auf die angespannte Lage in der Geburtshilfe aufmerksam gemacht. Der vom Bundesgesundheitsministerium angebotene Kompromiss zur Berufshaftpflicht ist ein temporärer Kompromiss, der nur bis zum Sommer 2016 gilt. Auch in Düsseldorf sind die Auswirkungen bereits zu spüren.

"Eine Hebamme zu finden, ist für schwangere Frauen jetzt schon nicht einfach. Dies wird sich mit einer weiteren Erhöhung der Haftpflicht noch weiter verschärften", kritisiert die GRÜNE OB-Kandidatin Miriam Koch. "Mit einer zentralen Vermittlungsstelle könnte das Düsseldorfer Gesundheitsamt die Suche nach einer Hebamme unterstützen, vor allem da alle in Düsseldorf tätigen und wohnhaften Hebammen sowieso im Gesundheitsamt gemeldet sein müssen. Die im Internet angebotenen Suchfunktionen helfen wenig, wenn die zehn zuerst ausgewählten nicht zur Verfügung stehen."

Im Düsseldorfer Gesundheitsamt bestehe zudem ein signifikanter Engpass bei den Familienhebammen. Demnach gebe es dort nur zwei Stellen für Familienhebammen, von der eine durch Krankheit jedoch offenbar dauerhaft unbesetzt sei, obwohl diese Hebammen im städtischen Konzept der frühen Hilfen eine wichtige Rolle spielen.

"Familienhebammen können junge Familien in psychosozialer und medizinischer Hinsicht kontinuierlich begleiten, beraten und unterstützen. Eine Investition in Familienhebammen rechnet sich in jedem Fall, nicht nur im sozialen sondern auch im finanziellen Bereich durch die Schaffung von Chancengleichheit aller Kinder von Anfang an. Als Oberbürgermeisterin werde ich die Zusatzqualifizierung von Hebammen zu Familienhebammen fördern. Bereits mit rund 30 000 Euro jährlich können wir für bis zu 10 Hebammen diese Zusatzqualifikation finanzieren“, so Koch abschließend.