GRÜNE OB-Kandidatin Koch zu Düsseldorfer Kulturpolitik: „Missmanagement, Kürzungen, Baustellen, Rechtsstreits, Intransparenz und marode Häuser – Schluss mit Schönreden“
07. Mai 2014

Laut heutiger Medienberichte (Rheinische Post, 07.05.14) droht der Stadt nun im Goethe-Museum ein Rechtsstreit mit der Kippenberg-Stiftung, die zusammen mit der Düsseldorf das Museum betreibt. Es geht um den gestrichenen Ankaufsetat.

Die GRÜNE-OB Kandidatin und Finanz- und Kulturexpertin Miriam Koch: "Düsseldorfs Kulturhäuser leiden unter der verfehlten schwarz-gelben Kulturpolitik. Das Verhältnis der Leitungen mit Stadt und Politik ist oftmals konfliktreich. Die Wahlplakate und Sprüche von Politiker*innen aus dem Lager der CDU/FDP, die behaupten, die Kulturmetropole Düsseldorf sei gut aufgestellt, entsprechen nicht der Wahrheit.

Wir haben drei große Problemfelder. Erstens Kürzungen: Trotz des bundesweit hohen Kulturetats von insgesamt 120 Mio. Euro haben fast alle Kultureinrichtungen vorher nicht kommunizierte Kürzungen hinnehmen müssen – entweder direkt z. B. im Ankaufsetat oder indirekt bei den Tariferhöhungen, die die Stadt zukünftig nicht mehr übernehmen wird. Betroffen sind u. a. Stadtmuseum, Museum Kunstpalast, Kunsthalle, NRW-Forum, Filmmuseum, Hetjens-Museum, Theatermuseum, Schloss Benrath.

Der zweite wichtige Aspekt ist der massive Sanierungsstau. Der Gebäudezustand bei zahllosen Instituten und Museen ist mangelhaft. Diese immensen Probleme sind der Bau- & Kulturverwaltung durchaus teils seit Jahren bekannt. Auch hier ist die Liste der Betroffenen lang: undichtes Dach Museum Kunstpalast und Theatermuseums, notwendige Gesamtsanierung des Kulturbahnhofs Eller, Feuchtigkeit im Keller und Schäden an der Fassade des Goethe-Museums usw.

Drittens sind darüber hinaus Umgang und Kommunikation zwischen Kulturszene und Stadt alles andere als partnerschaftlich. Ich als Oberbürgermeisterin würde das Management innerhalb in der Verwaltung verbessern und Düsseldorf wieder zu der glänzenden Kulturmetropole machen, die sie früher gewesen ist.“
 
Weblinks // Weitere Infos:
Streit um gestrichenen Etat im Goethe-Museum (Rheinische Post 07.05.2014)