Wasserschäden im Theatermuseum - "Verheimlichen, verschleppen, vergeigen als Verwaltungsprinzip"
22. Mai 2014

Die GRÜNE OB-Kandidatin Miriam Koch erklärte heute (22.05.2014) zu einem Bericht der WZ über Wasserschäden im Theatermuseum: "Ich bin sehr erstaunt über die Aussagen der Leiterin des Gebäudemanagements, die die Schäden im Theatermuseum herunterspielt. Inzwischen wundere ich mich allerdings über gar nichts mehr. Nach unseren Informationen liegt der Verwaltung bereits seit zwei Jahren ein Gutachten vor, das die Dringlichkeit einer Dachsanierung deutlich macht."

Koch weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass weitere Kultureinrichtungen vom "stümperhaften Vorgehen der Verwaltung" betroffen seien. "Verheimlichen, verschleppen, vergeigen - das ist doch das Prinzip, das hier herrscht. Das kenne ich alles aus Palermo, wo aus tatsächlichem Geldmangel die alten Palazzi verfallen. Düsseldorf gibt viel Geld für die Kultur aus, aber die Liste der Baustellen wird länger und länger. Undichtes Dach im Museum Kunstpalast, notwendige Gesamtsanierung des Kulturbahnhofs Eller, Feuchtigkeit im Keller und Schäden an der Fassade des Goethe-Museums, anhaltende technische Probleme im Opernhaus, jetzt hören wir vom Theatermuseum." Diese Salami-Taktik müsse aufhören.

"Als Oberbürgermeisterin werde ich dafür sorgen, dass alle Probleme in den Kultureinrichtungen offen und umfassend auf den Tisch kommen. Zudem müssen die verursachenden strukturellen Probleme in der Verwaltung, um die sich wohl niemand kümmert, gelöst werden. Wir müssen das schnellstens in den Griff bekommen. Der amtierende Oberbürgermeister sitzt in allen Gremien und muss von der Situation in den Häusern und der Verwaltung wissen. Mit seinem Nichtstun gefährdet er unseren Ruf als Kulturmetropole", warnt Koch abschließend.