Neu geregelte Finanzierung der Kindertagespflege - GRÜNE: Eine Mitsprache aller Beteiligten ist nötig
17. Jul 2014

In der letzten Ratssitzung am 03.07.2014 wurden Anpassungen und Änderungen in der Kindertagespflege beschlossen. „Eine Neuregelung in der Kindestagespflege ist nötig, um die Gleichsetzung von Tagespflege und Betreuung in der KiTa umzusetzen“, erläutert Paula Elsholz, GRÜNE Ratsfrau im Jugendhilfeausschuss. „Durch ein Zuzahlungsverbot sind die Elternbeiträge ab August 2014 gleich hoch, egal ob sich Eltern für eine Betreuung in einer Kindertagesstätte oder eine Kindertagespflege entscheiden. Dies dient der Wahlfreiheit und Planbarkeit seitens der Eltern.“

Die Düsseldorfer Stadtverwaltung hat auf dieses Zuzahlungsverbot mit einer Erhöhung der Finanzierung für die Tagespflegepersonen und Großtagesstellen reagiert. „Strittig wird diese Finanzierung allerdings dadurch, dass die Tagespflegepersonen, die Kinder in angemieteten Räumen betreuen, mit einem Mietzuschuss durch die Stadt unterstützt werden, während diejenigen, die Kinder in der eigenen Wohnung betreuen, ihre zusätzlichen Raumkosten nur durch eine steuerliche Absetzung gegenfinanzieren können“, schildert Elsholz das Problem.

Nach Aussagen vieler Tagespflegepersonen, die Kinder in der eigenen Wohnung betreuen, werden die finanziellen Einbußen durch das Zuzahlungsverbot mit der neu beschlossenen Regelung nicht ausreichend ausgeglichen. Laut NRZ vom 12.07.2014 wollen viele Tageseltern ab dem 01.08.2014 aufhören, da sich der Betrieb einer Kindertagespflege nicht mehr lohnt.

„Für die betroffenen Tagespflegepersonen, Eltern und die Kinder wäre das natürlich katastrophal, wie auch für die Stadt Düsseldorf, die ihre gute Quote in der Kinderbetreuung  auch der Kindertagespflege verdankt. Die GRÜNE Ratsfraktion wies bereits in der Ratssitzung auf die Mängel in der Verwaltungsvorlage hin und wird sich weiterhin mit der Thematik auseinandersetzen und im Kontakt mit den Beteiligten bleiben. Wir werden uns dafür einsetzen, dass in die weitere Planung und Umsetzung der Kindertagespflege die beteiligten Akteure eingebunden werden“, schließt Elsholz.

Für Rückfragen steht zur Verfügung: Angela Hebeler, Fraktionssprecherin, 0178 / 75 65 344