Wettbürosteuer für Düsseldorf? GRÜNE fordern weitere Maßnahmen zur Suchtprävention
04. Aug 2014

Die Stadt Hagen hat als erste Stadt in NRW eine Wettbürosteuer eingeführt, um den Kampf gegen das Glückspiel und die Spielsucht voranzutreiben. Die Steuer betrifft zukünftig Wettbüros, in denen Sport- und Pferdewetten bzw. die Veranstaltungen, auf die gewettet wurden, live mitverfolgt werden können. Ausgenommen davon sind jedoch Wettbüros, in denen Wettscheine lediglich ausgestellt und angenommen werden.


GRÜNEN-Fraktionssprecher Norbert Czerwinski dazu: „Auch in Düsseldorf erleben wir einen bedenklichen Boom an Wettbüros. In einigen Bezirksvertretungen wurde diese Entwicklung mit Sorge diskutiert. Die Stadt ist aufgerufen mit baurechtlichen Mitteln hier gegenzusteuern, aber es hat sich gezeigt, dass dies nur eingeschränkt möglich ist. Ein anderes Mittel ist die Besteuerung des Glückspiels, um präventiv der Glückspielsucht und anderen Auswirkungen von Glückspiel, wie zum Beispiel Geldwäsche und die negative Beeinträchtigung der Umgebung, entgegenwirken zu können. Das haben wir schon 2011 thematisiert. Nun wollen wir prüfen lassen, welche Effekte eine Erweiterung der bereits vorhandenen Vergnügungssteuer oder die Neueinführung einer Wettbürosteuer für Düsseldorf bringen würde und inwieweit das Beispiel Hagen hier zielführend ist. Die zusätzlich erhobenen Mittel sollten dabei unbedingt sinnvoll für Suchtpräventionsmaßnahmen eingesetzt werden.“


Die GRÜNEN werden die Thematik durch eine Anfrage in den Haupt- und Finanzausschuss einbringen.

Für Rückfragen steht zur Verfügung: Norbert Czerwinski, Fraktionssprecher
norbert.czerwinski@gruene-duesseldorf.de
0173/9119979