Wandel in der Wohnungspolitik zeigt erste Ergebnisse
25. Aug 2014

Im ersten Wohnungsausschuss der neuen Ratsperiode stehen unter anderem ein weiterer Bebauungsplan nach den Regeln des Handlungskonzeptes Wohnen auf der Tagesordnung und der Halbjahresbericht zur Wohnungsbauplanung. „Beim Wohnungsneubau ist in Düsseldorf die Wende geschehen“, stellt Marcus Voelker, wohnungspolitische Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion fest. Mit dem Bebauungsplan zum alten Franziskanerkloster an der Ost-straße wird eine weitere innerstädtische Baufläche mit der zusammengefassten 40 %-Quote für öffentlich geförderten und preisgedämpften Wohnungsbau geplant. Die Übergangszeit beim Handlungskonzept Wohnen neige sich dem Ende entgegen.

Die neue Ratsperiode beginnt aus Sicht der GRÜNE für die Wohnungspolitik erfreulich. Auch bei den Neubauflächen tue sich Beachtliches: „Das Flächenpotenzial für den Wohnungsbau ist heute höher als 2009, obwohl in diesen Jahren mehr als 5.000 Wohnungen gebaut wurden. Es wurden also mehr Flächen für Wohnungen statt für Büros geplant und vorhandene Flächen besser genutzt. Dies ist ein Erfolg des langjährigen Drängens auf mehr Wohnungsbau“, stellt Voelker fest. Nach seiner Auffassung müsse dieser Weg nun weiter beschritten werden. Beim Wohnungsneubau müssten die Innenentwicklungspotenziale gehoben werden. Die Stadtverwaltung bräuchte mehr Personal, um die Möglichkeiten des Innenhofatlas sowie der Umwandlungen von Büros in Wohnungen voll auszuschöpfen. Voelker: „‘Kompakt - urban – grün‘ dies ist unsere Leitvorstellung, die eine an den Ort angepasste städtische Dichte mit hohen Grünqualitäten ermöglichen soll, selbstverständlich zu bezahlbaren Preisen für alle Haushalte.“

Der „Halbjahresbericht zur Wohnungsbauplanung und -realisierung“ weist beiden baureifen und im Bau befindlichen bzw. realisierten Wohnbauflächen ein Potenzial von 3.825 Wohn-einheiten (WE) und bei den Wohnbauflächen ohne Baureife ein Potenzial von 9.426 WE. Insgesamt wird ein Potenzial von 13.251 WE prognostiziert. Im Halbjahresbericht vom 11. Juni 2012 waren es insgesamt 11.869 WE und der Bericht „Bauflächen 2009 für das Wohnen“ stellte ein Potenzial für insgesamt 12.238 WE fest.