Unterbringungssituation der Flüchtlinge in Düsseldorf mangelhaft - GRÜNE sehen dringenden Handlungsbedarf
26. Aug 2014

Durch die neuerlichen Flüchtlingswellen, die aufgrund der aktuellen Situation vor allem im nahen und mittleren Osten nach Europa und insbesondere Deutschland kommen, geraten auch die Aufnahmekapazitäten der Stadt Düsseldorf zunehmend unter Druck. Knapp 500 der insgesamt 1.500 Flüchtlinge, die momentan in Düsseldorf sind, müssen in Hotels untergebracht werden.

Dies hat sowohl für die Stadt Düsseldorf als auch für die Flüchtlinge negative Folgen. Ein großer Teil der Flüchtlinge hat eine besonderen Betreuungs- und Unterbringungsbedarf, der in Hotels oftmals nicht abgedeckt werden kann. Problematisch ist in Hotels zum Beispiel die Situation für Großfamilien, die dort nicht zusammen untergebracht werden können. Stark traumatisierte Flüchtlinge müssten aus gesundheitspräventiven Gründen dringend verstärkt psychologisch betreut werden.

Die GRÜNEN kritisieren, dass die Stadt Düsseldorf nicht die zunehmende Anzahl an Flüchtlingen und somit den Bedarf an Aufnahmeunterkünfte für die Flüchtlinge ausreichend berücksichtigt hat, da die auslösenden Konflikte langfristig absehbar waren.

Dazu Bürgermeister Karen-Jungen heute (26.08.2014): „Wir GRÜNEN haben die Problematik bereits vor zwei Jahren in einer Anfrage angesprochen und auf die mangelnden Unterbringungsmöglichkeiten hingewiesen. Auch in den Ampel-Verhandlungen wird die Flüchtlingssituation oben auf der Tagesordnung stehen und es muss eine kurzfristige Lösung vereinbart werden. Es besteht dringend Handlungsbedarf. Eine Situation, wie sie momentan in Duisburg vorherrscht, Stichwort Zeltstadt, wollen wir in Düsseldorf unbedingt vermeiden. Auch die Unterbringung der Flüchtlinge in Hotels erachten wir als nicht tragbar. In diesem Zusammenhang erinnere ich den Planungsdezernenten Herrn Bonin an seine Zusage, dass die Hotelunterbringung bis zu den Sommerferien ein Ende haben sollte. Wir schlagen die Einführung eines Runden Tisches zur Flüchtlings-Thematik vor, bei dem mit allen Akteur*innen und Expert*innen eine Konzeption erarbeitet wird.“