Umbau der Städtischen Wohnungsgesellschaft Düsseldorf (SWD)- GRÜNE: Wichtiger Schritt für den Wohnungsmarkt
19. Jun 2015

„Die Umstrukturierung der Städtischen Wohnungsgesellschaft Düsseldorf (SWD) ist ein wichtiger Schritt zu ihrer Stärkung“, erklärt Antonia Frey, GRÜNE Ratsfrau und Vorsitzende des Wohnungsausschusses heute (19.06.2015).

„Wir wollen, dass die SWD eine aktivere und vielfältigere Rolle auf dem Düsseldorfer Wohnungsmarkt spielt und einen größeren Beitrag für bezahlbare Wohnungen leistet. Dafür ist der neu geplante Umbau dringend notwendig.“

Aus Sicht der GRÜNEN war die Konstruktion der Gesellschaft schon lange ein Problem. „Die Pacht, die die SWD jährlich für die über 7.000 städtischen Wohnungen zahlen musste, hat ihr kaum Spielraum gelassen. Gleichzeitig schränkt die Minderheitsbeteiligung der Stadtsparkasse die Möglichkeiten der Stadt ein, die Gesellschaft direkt zu stärken. Die frühere Stadtspitze und Ratsmehrheit hatten kein spürbares Interesse an der SWD. Umso mehr freue ich mich, dass wir nun gemeinsam in der Ampel und mit dem Oberbürgermeister diesen Schritt machen.“

Hintergrund:
Ampel-Kooperationsvertrag:
„Die Städtische Wohnungsgesellschaft soll künftig eine aktive Rolle ergänzend zu anderen Akteurinnen und Akteuren im Wohnungsbau (Investoren, Genossenschaften, Baugruppen etc.) spielen. Hierfür wird bis zum Sommer des Jahres 2015 untersucht, welche Rechtsform und welche Verknüpfungen zu anderem kommunalen Eigentum geeignet sind und wie die Städtische Wohnungsgesellschaft einen Mehrwert für die Stadtgesellschaft erwirtschaften kann, wie dies beispielsweise mit den Mieterbüros schon geschieht.“

Ampel-Haushaltsantrag „Städtische Wohnungsgesellschaft neu aufstellen“:
„Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf beauftragt die Verwaltung, eine fundierte Untersuchung zu starten, unter welchen Voraussetzungen die Städtische Wohnungsgesellschaft AG (SWD) so weiter entwickelt werden kann, dass sie eine aktivere Rolle einnehmen kann. Ziel ist es u. a., im Neubau und Bestandsersatz aktiver zu werden und die Instandsetzung und Modernisierung aller Wohneinheiten zeitnah in Angriff nehmen zu können, aber auch Baugemeinschaften und Wohngruppen zeitnah mit Wohnraum unterstützen zu können.

Um die Aufgabe im nächsten Jahr angehen zu können, soll externe professionelle Unterstützung in Auftrag gegeben werden. Diese soll umfassend prüfen, welche Rechtsform und welche Verknüpfungen zu anderem kommunalen Eigentum geeignet sind, dies zu erreichen.

Die notwendigen Haushaltsmittel in Höhe von 300.000 Euro werden für das Jahr 2015 in den Haushalt eingestellt. Dem Rat werden unter vorheriger Mitwirkung des für die städtischen Töchter zuständigen Hauptausschusses im ersten Halbjahr die ersten Ergebnisse zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt.“