Dynamische Zukunft der Creative Industries | Ampel bringt Koordinierungsstelle für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Düsseldorf auf den Weg
25. Jun 2015

Die Kultur- und Kreativwirtschaft zählt zu den dynamischsten Wirtschaftssektoren in Europa und ist als einer der acht NRW-Zukunfts-Leitmärkte ein wichtiger Treiber ökonomischer Entwicklungen und Innovationen und steht nicht zuletzt durch die Digitalisierung weiterhin vor großen Chancen und zugleich vor Herausforderungen. Zu den elf Teilmärkten zählen Architektur, Buch, Design, Film, Kunst, Darstellende Kunst, Musik, Presse, Rundfunk, Software/Games und Werbung.

Um das Wachstumspotenzial der Kultur- und Kreativwirtschaft in Düsseldorf national und international sichtbarer zu machen und die Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen Selbstständigen und Unternehmen zu stärken, haben die Ampelfraktionen den Aufbau einer Koordinierungsstelle beschlossen.

„Das Konzept und die Maßnahmen, die uns nun als Ergebnis vorliegen, sind überzeugend und nehmen viele Best-Practice-Beispiele anderer Städte auf. Düsseldorf soll sich mit dem Koordinierungsstelle KUK an den kreativsten Städten Europas orientieren und kann sich so in Zukunft als ‚creative hub‘ international etablieren. Wichtig ist jetzt, dass wir die Akteure, die Künstler*innen und Unternehmer*innen, sowie eine stetige externe Expertise im weiteren Prozess transparent einbeziehen“, erklärt Jörk Cardeneo, Ratsherr und wirtschaftspolitischer Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion.

Philipp Tacer, SPD-Ratsherr und Mitglied im Kulturausschuss, ergänzt: „Die Wirtschafts- sowie die Kulturverwaltung haben die Anregungen und Anforderungen, die Politik, Verwaltung und Experten an den beiden ‚round tables‘ erarbeitet haben, ernst genommen und daraus ein schlüssiges, zielorientiertes Konzept geschaffen. Auf dessen Umsetzung bin ich sehr gespannt, denn die Einrichtung der Koordinierungsstelle ist als stetiger Prozess angelegt, damit ihre Arbeit den Bedürfnissen der Kreativszene optimal gerecht werden kann. Daher ist auch die Einrichtung eines festen Beirates mit Vertretern der Kreativwirtschaft zur Begleitung und Beratung der Arbeit der Koordinierungsstelle ein wichtiger Meilenstein für den Kreativstandort Düsseldorf.“

„Wir werden den Auf- und Ausbau der Koordinierungsstelle in den nächsten Monaten und Jahren eng begleiten und unterstützen“, kündigt Manfred Neuenhaus, stellvertretender Vorsitzender der FDP Ratsfraktion und des Kulturausschusses, an. „Neben den notwendigen Haushaltsmitteln und Mitarbeiter*innen geht es uns dabei insbesondere um ein weiterhin transparentes Agieren sowie um die Umsetzung der angestrebten innovativen und ämterübergreifenden Strukturen.“

Anlage:
„Einrichtung einer Koordinierungsstelle Kultur- und Kreativwirtschaft“
(01/ 152/2015 Informationsvorlage Ratssitzung 25.06.2015)
 
Hintergrundinformationen:
Ampel-Kooperationsvereinbarung 2014 – 2020 für die Landeshauptstadt Düsseldorf, Auszug (Seite 6)
„Mit wenig Bürokratie muss eine aktive Beratung bei Unternehmensgründungen / Start-Ups, Förderanträgen, Zwischennutzungsmanagement, Co-Working-Spaces, Wohnungsvermittlung, Infoveranstaltungen etc. erfolgen. Darüber hinaus wollen wir mit einer Koordinationsstelle Kreativwirtschaft diesem Wirtschaftszweig große Aufmerksamkeit widmen, Kreative fördern und bei Problemen unterstützen.“

Ampel-Haushaltsantrag
„Koordinationsstelle Kultur- und Kreativwirtschaft. Einrichtung einer ressort- und ämterübergreifenden Koordinationsstelle zur Intensivierung der Strukturförderung der Kultur- und Kreativwirtschaft in Düsseldorf“
„Die Verwaltung wird vom Rat der Stadt Düsseldorf gebeten, eine Koordinationsstelle Kultur und Kreativwirtschaft (Koordinationsstelle KUK) einzurichten und gemäß Anlage 1 zu entwickeln und zu konzipieren. Hierzu wird das Produkt 057 571 010 „Förderung der Wirtschaft, Internationale Angelegenheiten und BgA China Kompetenzzentrum“ um ein neues Konto erweitert oder eine entsprechende neue Haushaltsstelle eingerichtet. Dem Rat werden unter vorheriger Mitwirkung der zuständigen Fachausschüsse sowie des Hauptausschusses bis spätestens Juni 2015 die erforderlichen Konzepte und Informationen zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt. Die Koordinationsstelle KUK soll ihre Tätigkeit ab Juli 2015 (vorerst bis Ende 2020) sukzessive aufnehmen.“