GRÜNE: Geisterfahrt beim Verkehrswegeplan
15. Apr 2016

Die Vorlage des neuen Bundesverkehrswegeplanes stößt bei der GRÜNEN Ratsfraktion auf Empörung. Vor allem die Herabstufung des Gleisausbaus für den RRX in der Prioritätenrangfolge erzeugt mehr als Unverständnis: „Wir dachten zuerst, es sei ein schlechter Witz“, konstatiert Norbert Czerwinski, Sprecher von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN im Rat der Stadt.

Der Bau von zwei zusätzlichen Gleisen zwischen Kalkum und Duisburg wurde im neuen Bundesverkehrswegeplan von vordringlichem auf sogenannten „potentiellen Bedarf“ herabgestuft. Damit würde der Ausbau einer der meistbelasteten Strecken in NRW bis auf Weiteres verschoben, obwohl er seit Jahrzehnten bereits in den Plänen als hoch priorisiert gilt.

„Die Strecke ist das zentrale Teilstück des RRX. Ohne einen Ausbau bleibt das ganze Projekt auf der Strecke.“ Das ist fachlich unbestritten. Der Bundesverkehrsminister hat hier politisch entschieden: Gegen Bahn und für Straße, denn gleichzeitig wird z. B. der achtspurige Ausbau der A46 aufgenommen. Der zunehmende Pendlerverkehr braucht aber leistungsfähige Bahnverbindungen. „Sonst erstickt Düsseldorf im Verkehr“, warnt Norbert Czerwinski.

„Jetzt müssen die Städte, Regionalräte und Verkehrsverbünde gemeinsam Sturm laufen und den Bundesverkehrsminister zur Besinnung bringen“, so Czerwinski weiter.

Für Rückfragen steht zur Verfügung: Norbert Czerwinski, Sprecher der Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (mobil: 0173 - 9119979).