Gericht stützt Forderung nach besserer Luft in Düsseldorf - GRÜNE: echte Verkehrswende und konkrete Maßnahmen
13. Sep 2016

Nach dem Urteil des Düsseldorfer Verwaltungsgerichts erhöht sich der Handlungsdruck auf die Stadt, für bessere Luft in der Innenstadt zu sorgen.

„Langfristig braucht Düsseldorf für bessere Luftqualität eine echte Verkehrswende“, fordert Norbert Czerwinski Sprecher der Ratsfraktion. „Mit der konsequenten Förderung des Radverkehrs und des ÖPNV haben wir den richtigen Weg eingeschlagen. Das allein wird aber für die hochbelasteten Straßen nicht reichen.“

Der Stickoxidgrenzwert von 40 Mikrogramm/m³ wird nach wie vor an mehreren Straßen in der Innenstadt deutlich überschritten. Wie ein kürzlich vorgelegtes Gutachten für die Corneliusstraße bestätigt, sind Dieselfahrzeuge die Hauptverursacher.

Czerwinski: „Zwei konkrete Schritte können und müssen wir direkt angehen. Erstens müssen die Kontrollen verschärft werden. Es sind immer noch zu viele Fahrzeuge ohne grüne Plakette beispielsweise auf der Corneliusstraße unterwegs.“

Als zweiten Punkt benennen die GRÜNEN die Rheinbahn. 14 % des gesamten Stickoxids stammt aus Dieselbussen. Hier sei die Rheinbahn gefordert.

„Wenn wir bei den aktuellen Bussen bleiben, werden wir die Grenzwerte nicht erreichen. Die Stadt muss der Rheinbahn verbindliche Ziele setzen zur Modernisierung der Flotte, beispielsweise mit Elektro- und Brennstoffzellenbussen. Vorrang haben dann natürlich die Linien, die über die hochbelasteten Straßen wie die Corneliusstraße fahren“, so Czerwinski.

Iris Bellstedt, umweltpolitische Sprecherin der Ratsfraktion unterstreicht die Bedeutung des Themas: „Stickoxid macht krank. Reizungen der Atemwege und chronische Lungenerkrankungen sind die Folgen, an denen letztlich tausende Menschen in Deutschland jedes Jahr sterben. Auf bessere PKW-Motoren können wir nicht länger warten, zumal seit dem Abgasskandal das Vertrauen in die Automobilwirtschaft erschüttert ist.“