Antrag mit SPD und FDP: weitere Förderung der Projekte für jugendliche Flüchtlinge bei Jugendberufshilfe JBH und Berufsbildungszentrum BBZ
10. Dez 2015

An
Oberbürgermeister
Thomas Geisel

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

im Namen der SPD-Ratsfraktion, der Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der FDP-Ratsfraktion bitten wir Sie, folgenden Antrag zum Haushaltsplan-Entwurf 2016 auf die Tagesordnung der Ratssitzung am 10. Dezember 2015 zu setzen und abstimmen zu lassen:

Der Haushaltsansatz in Produkt 3636301 – Jugendsozialarbeit, Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz – Transferaufwendungen (Zeile 15), Konto 53150800 wird für das Jahr 2016 einmalig um 100.000 € erhöht. Die Mittel werden der Jugendberufshilfe für ihr Projekt „Ausbildung statt Stillstand“ zur Verfügung gestellt.

Der Haushaltsansatz in Produkt 3636301 – Jugendsozialarbeit, Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz – Transferaufwendungen (Zeile 15), Sachkonto 53180200 wird für das Jahr 2016 einmalig um 100.000 € erhöht. Die Mittel werden dem Berufsbildungszentrum für sein Projekt „ankommen & begleiten“ zur Verfügung gestellt.

Sachdarstellung
Im Haushaltsplan 2015 wurden der Jugendberufshilfe und dem Berufsbildungszentrum einmalig jeweils 100.000 € für die Arbeit mit jugendlichen Flüchtlingen zur Verfügung gestellt. Die JBH nutzte die Mittel zur Aufstockung des bereits bestehenden Projektes „Ausbildung statt Stillstand“, das BBZ hat ein neues Projekt namens „ankommen & begleiten“ ins Leben gerufen. In beiden soll jungen Flüchtlingen der Weg auf den Arbeitsmarkt erleichtert werden. Die Projekte wurden dem Jugendhilfeausschuss in seiner Sitzung vom 20. Oktober 2015 vorgestellt und ausführlich diskutiert.

Bei der JBH geht es um die Verbesserung von Schulabschlüssen sowie Ausbildungen in Gastronomie und Metallverarbeitung in Kooperation mit diversen Düsseldorfer Berufskollegs. Dadurch soll auch die soziale Integration gefördert werden. In der ersten Förderperiode 2013 - 2015 verbesserten alle zehn Teilnehmer ihre Schulabschlüsse. Neun von zehn Teilnehmern absolvierten erfolgreich eine IHK-Prüfung. Die zweite Förderperiode mit 18 Jugendlichen startete zum neuen Ausbildungsjahr 2015.

Auch beim Projekt der BBZ wird jungen Flüchtlingen der Besuch von „Seiteneinsteigerklassen“ bzw. „Internationale Klassen“ an diversen Berufskollegs ermöglicht. Neben Qualifikation und beruflicher Orientierung wird auch hier der Aspekt der sozialen Integration gefördert. Das Projekt begann im zu Beginn des Schuljahres 2015/16 mit  36 Teilnehmer*innen.

Bei der Vorstellung zeichnete sich ab, dass beide Projekte auf einen längeren Zeitraum angelegt sind und ein Erfolg im Sinne der betreuten Jugendlichen von einer längerfristigen Finanzierung abhängt. Daher möchten wir die Förderung um ein weiteres Jahr fortschreiben. JBH und BBZ sollen im Jugendhilfeausschuss zeitnah vor den Beratungen des Haushaltsplan-Entwurfes 2017 wieder über den Verlauf der Projekte berichten.

Weitere Begründung erfolgt gegebenenfalls mündlich in der Sitzung

Mit freundlichen Grüßen

Markus Raub          Angela Hebeler       Norbert Czerwinski        Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann