Änderungsantrag zu: „Kooperationsmöglichkeiten der Deutschen Oper am Rhein“
24. Mai 2012

An
Oberbürgermeister
Dirk Elbers

Sehr geehrter Oberbürgermeister Elbers,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgenden Änderungsantrag zur Vorlage 01/ 89/2012 auf die Tagesordnung der Sitzung am 24. Mai 2012 zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen:

Der Rat spricht sich für den Fortbestand der langjährigen Oper- & Theatergemeinschaft der Partnerstädte Duisburg und Düsseldorf aus.

Der Rat beauftragt zudem die Verwaltung dafür konzeptionell neue Wege zur weiteren Optimierung der vorhandenen Strukturen zu gehen, damit dieses vorbildliche Modell für die künstlerisch und wirtschaftlich erfolgreiche Zusammenarbeit zweier Städte bestehen bleibt.

Begründung:
- Die Deutsche Oper am Rhein (DOR) bietet seit vielen Jahrzehnten Opern- und Ballettaufführungen auf höchstem Niveau. Dahinter steht eine Erfolgsgeschichte der regionalen Zusammenarbeit: die funktionierende und erfolgreiche 122-jährigen Kooperation der Landeshauptstadt Düsseldorf und der Stadt Duisburg.
- Wegen der angespannten Haushaltssituation und finanzieller Einsparvorgaben durch den Stärkungspakt des Landes NRW gegenüber der Stadt Duisburg droht diese zu zerbrechen. Das hätte für den Kulturstandort Düsseldorf erhebliche Folgen: Das hohe künstlerische Niveau insbesondere beim Musiktheater könnte nicht gehalten werden.
- Dank der bundesweit anerkannten Theatergemeinschaft zwischen Düsseldorf und Duisburg können pro Spielzeit mehr als 260.000 Menschen Oper, Ballett und Kinderoper auf einem hervorragenden Niveau erleben.
- Nur gemeinsam sind Duisburg und Düsseldorf in der Lage, die Breite dieses Angebotes, die anerkannt hohe Qualität und die intensive theater- und konzertpädagogische Arbeit der Deutschen Oper am Rhein zu sichern.
- Für beide Städte ist diese erfolgreiche Zusammenarbeit ein Gewinn. Wenn die Opern-Ehe zerbricht, wäre dies ein Verlust mit verheerenden Folgen – nicht nur für Duisburg und Düsseldorf, sondern auch für die gesamte Region.
- Wir können es uns nicht leisten, die seit 56 Jahren bestehende Kooperation aufzugeben. Auch die Existenz der Duisburger Philharmoniker wäre dann gefährdet.
- Denn was einmal zerschlagen wurde, ist für immer verloren. Die Deutsche Oper am Rhein darf nicht wegrationalisiert werden.
- Wir sind überzeugt: Es gibt für die Deutsche Oper am Rhein in Duisburg und in Düsseldorf eine Lösung, die Zukunft heißt.“

Eine weitergehende Begründung erfolgt gegebenenfalls mündlich.

Mit freundlichen Grüßen

Iris Bellstedt        Norbert Czerwinski

Ratsbeschluss