Anfrage zu: Kö-Kiosk
28. Mai 2015

An
Herrn Oberbürgermeister
Thomas Geisel

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Geisel,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Ratsitzung am 28. Mai 2015 zu nehmen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen:

1. Welche Möglichkeiten zur Erhaltung bzw. zur Verlagerung und Neugestaltung des Zeitungskiosks an der Königsallee im Bereich des Corneliusplatzes prüft die Verwaltung derzeit?

2. Welche alternativen ortsnahen Standorte sind aus Sicht der Verwaltung denkbar, um den Kiosk in seiner Funktion als bekanntem Vertriebsort internationaler Pressemedien und als Anlaufstelle für Tourist*innen erhalten zu können?

3. In welchem Umfang ist eine kurzfristige Verlängerung des Sondernutzungsrechtes in Abhängigkeit des Bauablaufes möglich?

Sachdarstellung
Seit über 100 Jahren ist der Zeitungskiosk am Corneliusplatz ein stadtbildprägendes Elementen an der Königsallee – in wechselnder äußerer Gestaltung aber immer in seiner Funktion als Verkaufs- und Informationsstelle.  Durch die Lage an der hochfrequentierten Achse zwischen Altstadt und Schadowstraße ist er besonders für Tourist*innen aber auch für Geschäftsleute und die Anlieger der Kö eine zentrale Anlaufstelle.

Das seit 1965 bestehende Pachtverhältnis mit dem Eigentümer des Presse-Pavillons am Corneliusplatz wurde seitens der Stadt Düsseldorf zum 31.01.2015 gekündigt, da der heutige Standort auf Grund der Neugestaltung der Verkehrsflächen im Rahmen der Baumaßnahme KÖ-Bogen 2. BA nicht erhalten bleiben kann.

Während der Kiosk in den ursprünglichen Übersichtsplänen erhalten war (z. B. in der Broschüre „Leben Gefühl Stadt“), ist in den vom Rat beschlossenen Ausführungsplänen kein (alternativer) Standort angegeben – ohne dass diese Änderung begründet und diskutiert worden war.

Bislang liegt zu diesem Vorgang lediglich die Antwort auf eine Anfrage in der Bezirksvertretung 1 vor. Eine Verlegung um wenige Meter an die Ost-Seite des Corneliusplatzes ist demnach aus verkehrs-  und bautechnischer Sicht grundsätzlich möglich. Für die weitere Prüfung wurde auf Gespräche mit den zuständigen Ämtern verwiesen.

Derzeit ist über eine Sondernutzungsgenehmigung der Betrieb bis zum 30.6.2015 sichergestellt. Eine Verlängerung des Sondernutzungsrechtes ist in Abstimmung mit dem Bauablauf ggf. möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Angela Hebeler               Norbert Czerwinski

Antworten der Verwaltung