BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Düsseldorf

Wahlprogramm 2014 - 2020 des Stadtbezirks 5


Wer GRÜN wählt, muss weder erröten noch schwarzsehen!  

Die Grünen im Düsseldorfer Norden wollen ihre gute Arbeit im Kaiserswerther Rathaus fortsetzen.  

Sechs Themenblöcke für einen ökologisch nachhaltigen, sozial ausgewogenen und bürgernahen Düsseldorfer Norden BILDEN das Wahlprogramm bis 2020.    

Bündnis 90 / Die Grünen im Düsseldorfer Norden haben in den vergangenen Jahren geschlossen agiert und klare Positionen bezogen. Sowohl die vor einiger Zeit neu gegründete Stadtteilgruppe als auch die Mitglieder des Stadtteilparlamentes der Bezirksvertretung 5,  Jürgen Gocht und Dr. Renate Wildanger, haben die zentralen Themen der vergangenen Jahre konstruktiv mitgestaltet.

Mit Anträgen in der Bezirksvertretung, Gesprächen mit Bürgerinitiativen und anderen relevanten Akteuren ist einiges erreicht worden für die Einzelhandelsversorgung in Lohausen, zur Aufklärung über  die Folgen der PFTVerschmutzung des Grundwassers, für den Ausbau des Radwegenetzes, für eine stärkere Berücksichtigung von Planungsalternativen zur neuen U 81, für den Landschafts und Freiraumschutz, neue Nutzungskonzepte für das Schloss Kalkum, sowie als Kontrapunkt zu den Ausbauplänen des Flughafens.  

„Für uns als kleine Partei, ist dazu viel Energie erforderlich. Vieles wird durch persönliche Überzeugungsarbeit im direkten Gespräch geleistet, um möglichst viele Partner aus der Bürgerschaft und Politik zu gewinnen.“ fasst Waldemar Fröhlich, als Sprecher der Grünen im Norden, die Arbeitsweise seiner Partei zusammen.

Bürgernahe Politik ist allen politisch aktiven Grünen im Norden wichtig. Nur so ist zu erklären, dass die Grünen, als erste Partei im Düsseldorfer Norden, offensiv für die Prüfung einer Tunnelvariante der U 81Trasse eintraten, die der Heimat und Bürgerverein Lohausen in die Diskussion eingebracht hatte. Auch die – in letzter Zeit gehäuft aufgetretenen  Bauanträge in Landschaftsschutzgebieten haben die Grünen kritisch gesehen, im Einklang mit den bürgerschaftlichen Initiativen vor Ort. Sie stehen weiterhin für einen konsequenten Freiraumschutz und fordern daher, den Landschaftsschutz nach aktuellen Erkenntnissen zu überprüfen.  

Ein Dauerthema grüner Politik ist und bleibt der Flughafen. Die aktuellen Pläne zur Erweiterung der Kapazitäten, insbesondere eine stärkere Nutzung der „Ersatzbahn“ Nord und die Zunahme der Flugbewegungen von 45 auf 60 in den verkehrsreichen Stunden, stoßen auf Ablehnung. Sie sind nach Ansicht der Grünen nicht mit dem gerichtlich immer wieder bestätigten Angerlandvergleich vereinbar. Echte Nachtruhe, im Sinne der für den Flughafen Frankfurt vorgesehenen „Lärmpausen“ von 7 Stunden in der Nacht, halten sie angesichts der Nähe des Flughafens zu Wohngebieten für geboten.  

Das Wahlprogramm für die grüne Mitarbeit in der kommenden Bezirksvertretung bis 2020 ist pragmatisch und knapp angelegt. Es umfasst rund sechs Themenblöcke, die den Düsseldorfer Norden ökologisch nachhaltig, sozial ausgewogen und bürgernah machen sollen:       

1. Für Umweltschutz und den Erhalt der Landschaft!

Schutz des Freiraumes und weitere ökologische Aufwertung desselben durch naturnahe Gestaltung. Landwirtschaftliche Flächen und Biotope erhalten und nicht beeinträchtigen. Keine Befreiungen für Neubauten in Landschaftsschutzgebieten. Aktualisierung des Landschaftsplans für den Norden.   Schnellstmögliche Sanierung der PFTGrundwasserverschmutzung. Ein Konzept zur Kompensation wirtschaftlicher Schäden in der Zeit der Sanierung.   Absicherung der Wasserförderung durch die Brunnenanlagen am Rhein. Aktualisierung von Maßnahmen zum Hochwasserschutz in Angermund.

2. Für umweltverträgliche Mobilität im Düsseldorfer Norden!

Taktverdichtung der U 79 in den Spitzenstunden. Ausbau und Vernetzung von Radwegen (u.a. bessere Beschilderung, intensivere Unterhaltung, Hauptradrouten,  Abstellmöglichkeiten). Barrierearme Gestaltung von Fußwegen.

3. Für kurze Wege beim Einkauf!

Sicherung und Verbesserung der Nahversorgung, insbesondere in Kaiserswerth, Wittlaer, Stockum und Angermund. Händler und Werbegemeinschaften in den Stadtteilen stärken.

4. Für einen sozial ausgewogenen Düsseldorfer Norden!

Bezahlbaren Wohnraum und geförderte Wohnungen für den Norden. Intensivierung und Ausbau von Freizeitangeboten für Jugendliche. Sporthalle für Wittlaer / Kaiserswerth. Eine neue weiterführende Schule (Sekundarschule).    

5. Für einen Norden mit Profil!

Stärkung und besondere Herausstellung historischer und kultureller Identitäten in den Ortsteilen (Gebäude, Plätze, InfoTafeln, Aktivitäten der Heimatvereine). 
Erhalt der öffentlichen/bürgerschaftlichen Nutzungen im Schloss Kalkum und Park.   Schnellstmögliche Beendigung aller Kanalbaumaßnahmen.  
Bürgerbeteiligung zur Zukunft des Stadtbezirks  DüsseldorfNord 2030.

6. Für einen stadtverträglichen Flughafen Düsseldorf!

Zurückweisung der aktuellen Pläne des Flughafens zur Kapazitätserweiterung. Aktualisierung des Lärmschutzprogramms des Flughafens.    

 

Für die Umsetzung der vorgenannten Themenblöcke gehen Bündnis 90 / Die Grünen mit fünf Kandidaten für das Kaiserswerther Rathaus in die heiße Phase des Wahlkampfes. Jürgen Gocht und Dr. Renate Wildanger gehörten der bisherigen Bezirksvertretung an und wollen ihre gute und anerkannte Arbeit fortsetzen. Waldemar Fröhlich und Claudius Rafflenbeul-Schaub, als die bisherigen Sprecher der Stadtteilgruppe Nord sind bereit, neue Sichtweisen in die Stadtteilpolitik einzubringen. Dieter Kunze, ein langjähriges Mitglied der Bezirksvertretung für die SPD, tritt nun für die Grünen an mit dem besonderen Ortsbezug zu Kaiserswerth, dem größten Stadtteil im Düsseldorfer Norden. Allen Kandidaten ist ihr Motto für die kommende Wahlkampfzeit gemein:  

Wer GRÜN wählt, muss weder erröten noch schwarzsehen!

Foto: Die KandidatInnen für den Stadtbezirk 5. Anklicken zur vergrößerten Ansicht.
Von links nach rechts: Jürgen Gocht, Waldemar Fröhlich, Dr. Renate Wildanger, Dieter Kun-ze, Claudius Rafflenbeul-Schaub.